e Flek-Hannete.
Peru.
herab ging eine große ſteinerne Treppe bis da die
in die See/ welche ſo ſtarck war/ daß ſſe allegewalt der Waͤllen und Waſſer-wogenausſtehen konte. Alhier lag ein mermäß-lich großer Schatz verborgen. Dichte dar-bey haben die Spanier den Flecken
pfleget. Zwo Meilen weiter fort lauft derFlus Lunaguana durch das fette Tahl/welches eben dieſen Nahmen fuͤhret. Dieeltigkeit und Fruchtbahrkeit dieſes Tah-es ſchreibet man dem Miſte der SeevogelUang zu; welche ihren Abgang mit groſ-ſen hauffen auf den Inſelchen vor dem feſtenande nieder zu legen pflegen.Nun folget das Tahl Chinca, welcheseines der groͤſſeſten dieſes gantzen Reich-Peru und ehmahls/ vor der Spani-en Verwuͤſtung/ ſehr Volckreich war.f Aier ſtund/ zur zeit der Peruiſchen Koͤni-gel ein prächtiges Goͤzenhaus der Sonne/welches Topainga Jupangue geſtiftet.leichwohl blieben die Eingebohrnebartnaͤckig bey dem Goͤtzendienſte ihresahralten Abgottes Zinziaſema. Hierhererlegten die Perulſchen Könige den Sitzrüberwaͤltigten Fürſten/ welche gezwun-den warden zu beſtimter zeit in Kuſtozuer-1 einen und dem Kriege zu folgen. Vielſaſe niche Leute hatten auf dein HuͤgelnN köstliche Graber: darinnen die Spa-0 überaus große Schaͤtze gefunden.i iſchen den ſchattenreichen Gebuͤſchen/ flieſſen allenthalben rauſchende Baͤche.0 E Weinſtöͤcke/ derer etliche aus Rofinen-woll ſortgezielet worden ahrten überausDie Donminikaner-Muͤnche
ewo 1* 4* N„Kaſtren alhier ein zierlich gebauetes
Ja. 1 5 en Ohinca lieget ein flacher und ebe-dadur g nach dem friſchen Tahle Ika zu/mers ch der Flus Piſko/ welcher zur Som-ſes 10 austrucknet/ gefloſſen komt. Die-gebohr nen Fluſſes wegen lieſſen die Ein-ab ee einen Graben vom Gebuͤrge her-leg welk, der aber aus mangel des Bol-um N es durch die Spaniſchen einfaͤlleomen/ nunmehr verfallen. Alhier
at man das Staͤdtlein Palverde:anch beſte Wein/ und die beſtenlen pflegen/ die irgend zu finden/ zu fal-wache den folget das Tahl Naſta;r Seſtung Karamalka wegen/
Nuſkg.
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Kannete gebauet: welchen man ſonſtenauch/ nach dem Tahle/ Guarko zu nennen
383Peruiſchen Koͤnige allerley Krieges-ruͤſtung und vorraht verwahren lieſſen/ be-ruͤhmet war. Etliche hatten in der Stadtſelbſten ihre Begraͤbniſſe/ aus denen dieSpanier einen großen Reichtuhm gerau-bet. Doch dieſes Tahl wird in unterſchied-liche andere geteilet: darunter die meiſtenviel Zuckerrohr tragen. Durch alle lauftder beruͤhmte Koͤnigliche Weg hin/ welcherzu beyden ſeiten mit Mauern verſehen.Bey dem Tahle Naſka liegen nach ein-ander hin die Taͤhler Hakarie/ Okonna/Kamana/ und Quilca, welche alle zuſam-men zur Viehzucht und erzielung derFruͤchte ſehr wohl dienen/ aber zaͤmmerlichentvolckt worden. In Kamana findetman das Staͤdtlein Miguel de la Ribera,welches mit zweehundert Heuſern bebauet.Der meiſte Handel/ der alhier getrieben
ſienen.
Die Stadt Arequipa lieget Land-waͤrtsein nach dem Gebuͤrge zu/ auf demBoden des Tahles Quilca, eilf Meilenvon der Sudlichen Weltſee ab/ nicht we-niger unter einem geſunden Himmel/ alsan einem luſtigen Orte; der aber mit hef-tigem Erdboͤben oftmahls angefochtenwird/ dergeſtalt/ daß es gemeldte Stadtſelbſten/ im eintauſend fuͤnfhundert undzwey und gchtzigſten Jahre/ uͤber einenhauffen geſchmiſſen. Die uhrſache deſſenſchreibet man dem naͤchſtgelegenen Schwe-felberge zu; welcher allezeit brennet/ undzu weilen/ aus ſeinem weiten Loche/ flam-menden Schwefel uͤber das uͤmliegendeFeld auswuͤrft. Vierzig Jahr vor ge-meldtem Erdboͤben bauete dieſe Stadtder Marckgraf Pizarrus. Itzund findetman alda nicht viel mehr als dreyhundertHeuſer/ mit einem Kloſter/ und einer Kir-
che. Gleichwohl wird alhier/ ob ſie ſchonklein iſt/ ein großer Kaufhandel getrieben:weil das Gold und Silber aus den Berg-
wird/ beſtehet in Weine/ Feigen/ und Ro-
Andere.
Das Staͤdt-lein Ribera.
Die StadtArequipa.
werken/ in Charcas, Porko/ und Potoſt
hierher gefuͤhret wird/ und darnach auf demFluſſe Quilca, welcher neben der Stadthin leuft/ und uͤber die Sudliche Welt-ſee nach los Reyes, ja von hier nach Pa-nama/ Nombre de Dios, und endlich garnach Spanien gehet. Das Gebiet dermehrgemeldten Stadt ſtreckt ſich ſehr weitaus: naͤhmlich uͤber die weiten Taͤhlerzwiſchen. Hakart und Tarapakazals auchLandwaͤrtsein uͤber die Gegend Wogejo