ii4 Geschichte des Bündnerlandes.
-— das Verlangen der Bündner wäre, mit den
i6zo Staaten Ihro Ratholischen Majestät inguter Nachbarschaft und Frellndschaft zu le-ben und den Herzog von Feria hvchzuschä-zen; sie kjoften die nämlichen aufrichtigen Ge-sinnungen mtv!) bei ihm anzutreffen.
Der Doetor Zuccola yräfentirte im Na-rnen der Mormser ihren Amtmann und mangab ihnen eben die Antwort als den vel-relinern.
Der Kaiser schreibt an die B ü ndne r.
Jhro Raiserliche Majestät schrieben den2 iten Octvber von MLen aus an die Bünd-ner, und erinnerte sie an das was mit ih-nen vor der Endigung des ItalienischenKrieges wegen der freiwilligen Restitutionder Pässe sey tractiret worden, da nemlichnach gecndigtem Kriege alles in den vorigenZustand solle hergestellet und dem zuwi-der nichts unternommen werden. Nun habeer aber vernommen, daß sich in Bündenein Französischer Abgesandte befinde, derdarauf umgehe, die Lündner von der Ehr-erbietung gegen seine Raiserliche Majestätabwendig zu machen, und sich bemühe, siedurch betrüglicbe Vorstellungen dahin zu brin-gen, daß der Paß auf St. Luzi Steig derKrom Frankreich zu jeder Zeit offen stände,damit fie nach ihrem Gutbefinden das Rö-mische Reich anfallen könnten, und daß die-