146 Geschichte des Bündnerlandes.'
-die Eidgenössische Republik, indem es einen
* 6 zr Theil derselben der Gewissensfreiheit, allenaber ihre kostbare Freiheit rauben wolle:er erinnert sie an die alte männliche Tapfer-keit der Eidgenossen und bittet sie, sich auchanjetzt klug aufzuführen und neutral zu blei-ben; sie möchten also denen SchwedischenFeinden weder den Paß gestatten, noch an-dern Beistand oder Gunst erweisen, es wäredenn, daß sie den Schauplatz deS Kriegesin ihre Länder ziehen wollten. Im übrigenversicherte er ihnen seiner Gnade. — DieEid - und Bundsgenossen antworteten den26ten May darauf: es wäre ihnen nichtbekannt, daß Truppen auSItalien in Deutsch-land marschiren sollten und man habe vonihnen der, Paß nicht verlangt. Und wannja dieses inSkünftige noch verlangt werde«»sollte, so würden sie nichts gestatten, nochthun, wodurch das Vaterland beunruhiget,oder der Schauplatz des Krieges in ihreGränzen gezogen werden könne; sie würdensich einzig und allein dahin bestreben, dieverlangte Neutralität zu beobachten, in sofern es ohne Verletzung ihrer Bündnissegeschehen könne; sie wollten sich Sr. Kö-niglichen Majestät bestens empfohlen habenuud sie hosten, er werde nicht zugeben, daßihnen durch seine siegreichen Wasseu einigerSchaden zugefüget werde, da sie sich nie-mals in die Reichssachen qemischet hätten,uud daß er auch ihre Nachbarn die Eidge-nossen, so viel eS geschehen könne, wegen