222 Geschichte des Bündnerlandes.
-— mit denen im Engadin befindlichen Truy<
iszychen bis zur Martins Brücke und ließ dieselbeden 29ten Juni in Brand stecken. Die Rai-serlichen und die Unfeigen feuerten dabei aufeinander, so daß die Raiserlichen einen En-gadiner verwundeten und die Unsngen diein dem Hofe an der Bruck postier warenaus Versehen einen andern von Schuolserschossen. Die 'Raiserlichen hatten 2 Todteund einige verwundete. Ein Gemeiner vonder Kompagnie Jenatsch gieng früh mor-gens über einen Balken und steckte die Brückeauf der andern Seite auch an. Er brachteaus dem Raiserlichen Lager, das fie ver-lassen hatten, einen Sack Salz, den fie de-nen Engadinern aus dem Hofe vorher ge-nommen hatten, und eine Achse mit.
Jenatsch schreibt an den Komman-danten von Nauders.
Den zoten May schickte der Obrist Ze-natsch einen Tiroler, der etliche Jahr zuSchuols ( 8 co 1 ium) im Engadin gewöh-net hatte, mit einem Billiet ohne Unter-schrift nach Nauders an den KaiserlichenKommandanten, und beklagte sich wegendes Einfalles der Raiserlichen in unser Landund der geschehenen Plünderung und daß des-wegen noch keine Genugthüung erfolget sey.Zugleich versicherte er, daß er die Brückehabe anzünden lassen. Der vom Podagragequälte Obrift Fuchs hatte sich geschwind