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Mehrere wichtige Gebäude, mit Marmor und erhabener Arbeitgeschmückt, gereichten auch der Stadt zur Zierde. Daselbst erblickte manhohlgestreifte und gewundene Säulen; andere von der dorischen Ordnung,die in der Nähe des dem Bacchus gewidmeten Würfelbodens standen,bildeten wol die Säulenhalle dieses Gebäudes. Eherne und marmorneBildsäulen erhoben sich zur Ehre der Götter, worunter sich Apollound Jupiter Ammon befanden. Sie wurden nicht immer von derSchmeichelei oder dem Glauben errichtet, sondern waren bisweilen auchAeußerungen der Dankbarkeit gegen ausgezeichnete Bürger. Zu diesenungeheuren Gebäuden und zur Verschönerung der Stadt brauchte maunicht bloß den einheimischen Kalkstein, sondern ließ auch köstlicheMaterialien aus fernen Ländern kommen. Der Marmor von Paros ,der Alabaster, der Porphyr, der Granit, die gelben, grünen, veilchen-blauen, grauen und grünen, rothen und weißen Marmorarten schmücktendie Wohnungen der Aventicenser, sowie auch die verschiedenen Jaspis-arten, der Achat, der Serpentin, der Basalt, der Aventurin und derLasurstein"*).
Die Herrschaft der Römer in den Landschaften der jetzigen Schweiz dauerte strichweise etwa 500 Jahre: von 58 vor Christi Geburt bisin die Mitte des fünften Jahrhunderts christlicher Zeitrechnung (400bis gegen 450 nach Christi Geburt ). Noch in der römischen Zeit fielendie ersten Strahlen der christlichen Religion auf diese Landschaften.Aeltere Sagen erzählen vom heiligen Beat, Lucius, Ursus, Viktor,Felix und Regula u. A., welche in den ersten Jahrhunderten dasChristenthum in diesen Gegenden gelehrt und ausgebreitet haben. Gegendas Ende dieses Zeitraumes leiteten bereits Bischöfe die wachsendenchristlichen Gemeinden.
Durch die wiederholten Angriffe germanischer (deutscher) Völker-schaften, die weiter und weiter gegen Süden und Westen vorrückten,wurden die römischen Heere geschwächt und konnten endlich dem Andrängeder zahlreichen und tapfern Feinde nicht mehr widerstehen. So wurdeauch die Herrschaft der Römer in den Gauen unsers Vaterlandes ge-brochen, und die deutschen Sieger: Alemannen (Alamannen, Allemannen)und Burgunder, später die Franken , nahmen als Eroberer die-selben in Besitz.
54. Deutsche Völkerschaften: Burgunder und Ale-mannen — besetzen helvetische Lande.
Man wird zugeben müssen, daß die Bewohner der meisten Land-schaften der jetzigen Schweiz von deutschen Völkerschaften abstammen.