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viele Eidgenossen und Zugewandte mit ihnen. Am Morgen des drittenMärz 1476 (die Erde war mit Schnee bedeckt), machten die Banner vonBern, Schwyz, Thun und Freiburg , von zahlreichen andern Freiwilligenunterstützt, von Neuenburg her einen Angriff auf eine burgundische Ab-theilung bei Vaumarcus , um Karl, dessen rechter Flügel an den See,der linke an den Jura sich lehnte, aus der geschlossenen festen Stellungheraus zu locken. Wie beinahe alle Despoten, hörte dieser gerne auf denRath der Schmeichler und lieber auf Ausländer, als auf Diejenigen, ausderen Munde die Sache des Vaterlandes sprach. Des Schlachtgebetes derEidgenossen spotteten die Burgunder. Heftig war der Gegenstoß von denReisigen: 30 Eidgenossen waren gefallen, aber auch viele vom feindlichenAdel. Bereits suchten die Burgunder die Vorgedrungenen einzuschließen,als mit stürmender Eile die übrigen Eidgenossen über die Rücken derHügel im Glänze der Nachmittagssonne sich näherten. Ihre Haltungund der Ton ihrer Schlachthörner schreckten die Burgunder. Eine Be-wegung ihrer eignen Reiterei schien ihnen das Zeichen zur Flucht. Ver-achtung des Feindes und Anmaßung gehen bei unerwartetem Widerstandleicht in Zaghaftigkeit über. Karl selbst war vom Anblick der herbei-stürmenden Eidgenossen zwar erschüttert, doch nicht entmuthigt. Mit er-hobenem Schwerte versuchte er die Flüchtigen zurückzuhalten, aber ervermochte es nicht; nur die längere Ausdauer der Reiterei deckte dasfliehende Fußvolk. Die 60 Reiter des eidgenössischen Heeres reichtennicht hin, um die Stellung der feindlichen Reiterei sogleich zu brechen,und die Scharen „der Vereinigung" und die andern Deutschen warenzurückgeblieben. Bald jedoch wurde die unaufhaltsame Flucht derFeinde allgemein, und nur die einbrechende Nacht und die unermeßliche,vor den Augen der Sieger ausgebreitete Beute machten der Verfolgungein Ende. Etwa Tausend der Besiegten waren unter dem Schwerteder Sieger gefallen; beinahe außer sich war der Herzog selbst vomwilden Getümmel der Fliehenden fortgerissen worden.
Man zählte 420 erbeutete Stücke größer« Geschützes, 27 Haupt-banner, bei 600 Fahnen, 10,000 Zugpferde. Diese und eine unzähligeMenge von andern Waffen- und Kriegsvorräthen wurden unter die Ortevertheilt. Der ganze Schmuck des Herzogs, Kostbarkeiten von jeder Art,sogar das goldene, ein Pfund schwere Siegel und das zierliche Gebetbuch,die Reichthümer seiner Feldherren und Hofleute waren die Beute derEidgenossen. Viele der reichen Gezelte und Stoffe zerschnitt man inStücke. Das Geld wurde mit Hüten vertheilt; Diamanten, welche jetztdie glänzendsten Kronen schmücken, zuerst verachtet, dann um unbedeutendesGeld verkauft. Nur der geringere Theil dieser Beute fiel in diegemeinsame Vertheilung, und doch hatten viele nachfolgenden Tagsatzungensich mit derselben zu beschäftigen. Einer der großen Diamanten wurdeerst 1492 auf eidgenössische Rechnung für 5000 Gulden verkauft. Mit.