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und geschädigt, daß wenige davon kommen werden. — Da sprach derHauptmann von Luzern : Ihr solltet bis in den Tod nicht von ihnengewichen sein, und wir werden zu unsern Eidgenossen Leib und Lebensetzen. — Der Hauptmann von Zug sprach: Sollten wir das Gefechthören und nicht zulaufen — das wäre uns eine ewige Schande. —Ich halte dafür, daß unsere Eidgenossen noch nicht, wie ihr vorgebet,überwältigt seien, und sind sie je erschlagen, so werden sie sich dermaßenan dem Feinde gehalten und ihn ermüdet haben, daß wir Etwas schaffenund unsere lieben Eidgenossen rächen können. Darum, Alle, welche red-licher Eidgenossen werth sind, die folgen mir nach! — So zogen beideBanner getrost an den Feind. Als sie an den Ort kamen, wo die dreiSiädte den Feind angegriffen und geschlagen hatten, fanden sie vieleKriegsleute, die plünderten. Sie sahen dieselben nicht für Eidgenossen an,weil sie Wälsche waren, die sich von dem Berner Banner abgesonderthatten, nun die todten Feinde auszogen und ihre Brüder in der Nothstecken ließen. Es wurden ihrer bei 200 erschlagen, ehe sie inne wurden,daß es Eidgenossen waren. Endlich drangen sie zu den Eidgenossen durch,stärkten ihren Muth und bald wandte sich der Feind zur Flucht undwurde bis unter Basel hinab verfolgt — bis die Nacht einfiel. Dannkehrten sie in der Feinde Lager zurück und erquickten sich bei dem vonden Feinden bereiteten Mahle. Die Feinde verloren über 3000 Mannmit ihrem Feldherrn, dem Grafen von Fürstenberg, und vielen Ritternund Edlen. Aber auch die Eidgenossen verloren viel Volks, weil zuwenig Ordnung und Gehorsam unter ihnen war. Am folgenden Tagekamen auch die von Uri, Schwyz, Unterwalden und Freiburg zu ihnen,konnten aber nur noch Zeugen des Sieges fein. Die Eidgenossen be-statteten ihre Todten, besorgten brüderlich die Verwundeten und zogenmit den eroberten Kanonen, Gewehren, Bannern und großer Beute alsSieger nach Hause. Die Verwandten des gefallenen Adels baten dieSolothurner um Auslieferung der Leichname. „Sie müssen bei den Bauernbleiben", antworteten diese trotzig. — Der Stolz des Kaisers und derschwäbischen Fürsten war nun gedemüthigt; der Muth entfiel ihnen, undsie wurden froh des Friedens, der am 22. Herbstmonat zur Ehre undzum Vortheil der Eidgenossen geschlossen wurde.
62. Kämpfe einzelner Städte und Landschaften.
Die vorhergehenden Lesestücke erzählen uns von den großen gemein-samen Kämpfen der schweizerischen Eidgenossen für ihre Freiheit. Eswäre aber noch viel zu erzählen von den Kämpfen einzelner Städte undLandschaften, deren fast jede nur im blutigen Streite von Gewalt undUnterdrückung sich befreien konnte.