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Gulden, die hing sie ihm an seinen Hals. — Den ersten Grafendankgab Markgrafen Engelbrechts Gemahl von Jserreich Herrn Popo, Grafen und Herrn zu Henneburg; das war eine Kette von zweihundert Gulden,die hing sie ihm an seinen Hals. Den andern Grafendank gab GrafArnolds Gemahl von Dachau dem Grafen Otto von Nassau: eine Kettevon hundert Gulden, welche sie ihm an seinen Hals hing. Die andernvier Danke wurden unter den Adel getheilt."
„Also wurde das löbliche Ritterspiel mit Freuden und aller Kurz-weile zu Ende gebracht, und darnach ließ sich ein Jeder, der turuierthatte, ausschreiben und nahm seinen Turnbrief. Hernach schieden dieFürsten, Grafen, Freiherren , Ritter und die vom Adel von einanderals gute Herren und Freunde, und es ritt ein Jeder dahin, wo er zuschaffen hatte. Die Summe aller Fürsten, Grafen, Freiherren , Ritterund Derer von Adel, die vorbemeldeten Turnier in Zürich besucht unddarin selbst geritten haben, ist folgende, nämlich: 14 Fürsten , 91 Grafen,84 Freiherren , 133 Ritter und 302 Edelleute. Die Summe Aller istgewesen: 624 Helme."
Vor» einem Schießen zu Straßburg , darauf dievon Zürich fuhren*).
Im Jahr 1576 den 6. Brachmonat sind auf sreundnachbarlichesEinladen der Herren von Straßburg die Armbrust- und Büchsenschützenvon Zürich und Wintcrthur 265 Mann stark, auch in Geleit HerrnBürgermeister Joh. Bräm und zweier Rathsherren, zu einem Freischießenin Straßburg auf der Limmat und dem Rhein hinabgefahren. Siesetzten sich des Morgens vier Uhr zu Schiff, wurden zu Basel freundlichbewirthet und langten zu Straßburg den 8. Brachmonat an. Dort-wurden sie von etlichen Rathsabgeordneten bewillkommet, und in derBürger Häuser einquartiert. Den 18. desselben Monats kamen sie mitverschiedenen Ehrengaben, so sie gewonnen, zu Zürich wiederum glücklichan. Und weil sie die ihnen zu Straßburg bewiesene Ehre und Freund-lichkeit nicht genugsam rühmen konnten, hat eine gute Gesellschast von52 angesehenen Bürgern einen Anschlag zusammen gemacht, daß sie nachdem Beispiel ihrer Altvordern vor 120 Jahren mit einem warmen Hirs-brei nach Slraßburg fahren wollten. Also schifften sie den 20. Brach-monat bei früher Tageszeit von Zürich ab und wurden im Vorbeireisenzu Basel mit Losbrennung des groben Geschützes begrüßt und mit einemguten Trunk und etwas Speisen beschenkt. Als sie Abends um 8 Uhrdurch den Rheingießen in die Stadt kamen, haben sie Quollen (Hammels-braten), Hühner und anderes Gebackenes, schön weiß Brot und 300
*) Nach alten Chroniken, R. Hanhart.