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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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9
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ihn, er möchte noch ferner bei ihm bleiben, und ehrte ihnhoch vor seinen Verleumdern; diese aber trieb er von seinemHofe weg.

)<12. Die Schwalben.

1. Mutter, Mutter! unsre Schwalbensieh' doch selber, Mutter, sieh'!

Junge haben sie bekommen,und die Alten füttern sie.

2. Als die lieben, kleinen Schwalben wundervoll ihr Nest gebaut,hab' ich stundenlang am Fenster heimlich ihnen zugeschaut.

3. Und nachdem sie eingerichtet und bewohnt das kleine Haus,schauten sie mit klugen Augen ganz verständig nach mir aus.

4. Ja, es schien, sie hätten gerne manches zwitschernd mir erzählt,und es habe sie betrübet, was zur Rede noch gefehlt.

5. Eins ums andre, wie ein Kleinod, hielten sie ihr Haus

in Hut.

Sieh' doch, wie die kleinen Köpfchen streckt hervor die jungeBrüt.

6. Und die Alten, eins ums andre, bringen ihnen Nahrung dar;-

o, wie köstlich ist zu schauen so ein liebes S chwalbenpaar!_

7. Mutter, weißt du noch, wie neulich krank im Bett ich lag und litt?Pflegtest mich so süß, und abends brachte Vater mir was mit.

13. Die goldene Dose.

Ein Oberst zeigte den Offizieren, die bei ihm speisten, beiTische eine neue, sehr schöne goldene Dose. Nach einer Weilewollte er eine Prise Tabak nehmen, suchte in allen Taschen undsagte bestürzt:Wo ist meine Dose? Sehen Sie doch einmalnach, meine Herren, ob nicht etiva einer sie in Gedanken ein-gesleckt habe."

Alle standen sogleich auf und wendeten die Taschen um,ohne daß die Dose zuin Vorschein kam. Nur der Fähnrich blieb