9. Und Streit besorgend, eilt die Menge,zu scheiden, und der Führer fälltihm in den Zügel, ruft entrüstet:
„Wo bleibt dein Wort?“ Und kampfgeriistettritt jetzt Zurkinden vor sein Zelt.
10. Doch Winkelried springt von dem Rappenund spricht: „Entblösse nicht dein Schwert,mein Retter! Höre mein Begehren!
Willst du des Herzens Dank nicht hören,so nimm doch mein erkämpftes Pferd!“
11. Und tief bewegt ergreift die RechteZurkinden, die ihm jener bot;
des Herzens Rinde ist zersprungen;die Helden halten sich umschlungen,und alles jauchzt und danket Gott .
12. Und im Gezelt des Führers kreisetder Sühne Becher; froh entfliegt
beim Freudenmahl die Nacht; man singet:„Ein Held ist, der den Feind bezwinget,ein grössrer, wer sich selbst besiegt!“
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2. Er trabet im Schweiss durch den kalten Schnee;er will noch heut’ an den Bodensee ;
3. noch heut’ mit dem Pferd in den sichern Kahn,will drüben landen vor Nacht noch an.
4. Auf schlimmem Weg, über Dorn und Stein,er braust auf rüstigem Ross feldein.
5. Aus den Bergen heraus ins ebene Land,
da sieht er den Schnee sich dehnen wie Sand.
6. Weit hinter ihm schwinden Dorf und Stadt;der Weg wird eben; die Bahn wird glatt.