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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : V. Schuljahr
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Süden und Norden, im Osten und Westen von riesigenGebirgen begrenzt, welche ihn wie himmelhohe, geschlos-sene Mauern umgeben. Auf der Nordseite erheben dieBerneralpen ihre ewig beschneiten Häupter; im Süden4, ragen, teilweise zu noch grösserer Höhe, die Gipfel desDent du Midi, des Combin, der Weisshörner, des Mutter-korns, des Monte Rosa und vieler anderer Gebirgs-stöcke empor.

Nur an der Nordwestseite führt ein ebener Pfaddurch den Engpass von St. Moritz in das Innere desLandes, und da ist denn auch eine Eisenbahn gebautworden, welche das Haupttal des Wallis mit dem Genfer-see verbindet.

Von der Endstation Brieg aus gelangt man nordost-wärts über die Furka ins Urserental, südöstlich dage-gen auf der Simplonstrasse nach dem italienischen Homod’Ossolatal. Zu den höchsten Alpenübergängen gehörtj, das Matterjoch, zu den begangensten der Pass über dengrossen Sankt Bernhard. Auf der Höhe dieses Passessteht ein berühmtes Hospiz, eine schützende und rettendeStätte für den Wanderer, der über diesen Saum wegnach Italien zieht. Von den menschenfreundlichen Mön-chen auf dem St. Bernhard erzählt man viele rühmlicheTaten, wobei auch die zur Rettung der Reisenden ab-gerichteten Hunde nicht vergessen werden. Ein viel-begangener Pass ist sodann derjenige über die Gemmi,welcher vorn Leukerbad ins Kandertal hinüber führt.Der Hauptfluss des Wallis ist die Rhone ; ihr brausenvon links und rechts aus den vielen Seitentälern zahl-reiche Flüsse und Bäche zu. In früherer Zeit hat die* Rhone durch häufige Überschwemmungen viel Schadenangerichtet, weite Strecken mit Geröll überschüttet oderversumpft. Allein seit vielen Jahren ist man beschäftigt,durch schwierige und kostspielige Arbeiten den Stromeinzudämmen und dadurch die gefährdeten Landesteilekünftig vor ähnlichem Unglück zu bewahren.