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das Werk, dessen Gründung ihm so sehr am Herzenlag, Interesse lind Unterstützung bereit halte.
Die Arbeiterkolonie Herdern liegt freilich nicht inder Nähe unserer Stadt. Aber das scheint mir eherein Vorteil als ein Nachteil für uns. Die Versorgungin eine Kolonie in der Nähe von Basel, z. B. in Basel-land , wäre einerseits nicht in dem Maße eine Loslösungaus der alten Umgebung und eine Versetzung in eineandere, neue Atmosphäre, wie es die Versorgung ineine entfernter liegende Anstalt ist, und böte anderer-seits eine weit größere Versuchung, sich der Ueber-windung zu regelniäßiger Arbeit und zu pünktlicher Ord-nung, die gerade am Anfang des Kolonieaufenthaltesam schwersten fällt, durch Drauslaufen zu entziehen.Ein ernstliches Hindernis für die Benützung der Koloniedurch unsere Stadt kann bei den heutigen Verkehrsver-hältnissen in der räumlichen Entfernung nicht liegen.Die einzige badische Arbeiterkolonie, Ankenbuck, in derNähe von Donaueschingen , ist für den größten Teil vonBaden weit exzentrischer gelegen und schwerer zugänglichund doch wird sie vorn ganzen Lande benützt und wesent-lich auch durch die Teilnahme des industriellen badischenUnterlandes getragen. Am stärksten vertreten sind unterden Kolonisten von Herdern allerdings die benachbartenKantone. Von den 1490 Kolonisten, die seit der Gründungder Kolonie im November 1895 bis Ende 1903 in HerdernAufnahnie gesunden haben, waren 412 Zürcher , 308 Thur-gauer, 159 St. Galler. Aus Basel stammten 58, ausBaselland 33 Kolonisten. Ein regeres Interesse für die