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Umfang der Arbeit, die täglich zu bewältigen ist, undzugleich von der Umsicht, dem Geschick, der Sauberkeit,der Unternehmungslust, mit der unter dem Verwalterder Kolonie, dem früheren Lehrer und Evangelisten vonAlpnach, das Ganze dirigiert wird.
Es ließ sich von vorneherein erwarten, daß der stärksteAndrang in die Kolonie im Winter, also zu der Zeiterfolgen werde, wo die landwirtschaftliche Arbeit zumgroßen Teil ruht. Es mußte deshalb für Winterarbeitin der Anstalt gesorgt werden. In den ersten Jahrenhaben die zahlreichen Umbauten, die die Verwandlungdes Schloßgutes in eine Arbeiterkolonie nötig machte,beständig Arbeit für die Handwerker unter den Kolonistengeliefert. Da konnte sogar ein Architekt unter ihnenberuflich beschäftigt werden. Noch jetzt ist für Schlosser,Schmiede, Schreiner, Wagner meistens allerlei Berufs-arbeit vorhanden. Daß ein so großer Haushalt fürSchneider und Schuster beständig Beschäftigung liefert,versteht sich von selbst. Man mußte aber, um in derlandwirtschaftlich flauen Zeit allen Kolonisten Arbeitbieten zu können, auf die Einführung besonderer indu-strieller Erwerbszweige bedacht sein. In einigen deutschenArbeiterkolonien sind Ziegeleien mit der Anstalt ver-bunden. In andern werden Holzarbeiten verfertigt,Säcke genäht, Korke geschnitten. In Herdern wird gegen-wärtig von den Kolonisten das Flechten von Strohmattenfür die Gewächshäuser der Gärtnereien und von Stroh-zöpfen zum Versand von Backsteinen betrieben. EinigeKolonisten verfertigen Nickelgestellchen für Gasglühlichter.