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Der Finanzhaushalt des Kantons Thurgau in den Jahren 1803-1903 / von Bernhard Böhi
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für Gewerbe. Im Jahre 1813 erfolgte die Stiftungeines Unterstützungsfonds für Predigerwitwen. Imzweiten und dritten Jahrzehnt wurden die Ergebnisseder Hundeabgabe zu einem Fonds angesammelt, derbereits Anfang der dreissiger Jahre eine bedeutendeHöhe erlangt hatte. Ein Eremitenfonds bezwecktedie Versorgung ausgedienter, alter, schwacher katho-lischer Geistlicher.

Im Jahre 1850 betrug das gesamte Fondsvermö-gen über 3 Millionen Franken, im Jahre 1903 ist esangewachsen um das Zwei- bis Dreifache, nämlich aufüber 8 Millionen Franken. Im Jahre 1850 weist derDomänefonds die höchste Summe auf mit 1. 3 MillionenFranken, heute ist es. der Irrenanstaltsfonds mit l. #Millionen Franken, neben welchem noch vier Fondseinen Bestand von über einer Million verzeichnen.

Gehen wir nun zur Besprechung der einzelnenFonds und Stiftungen über.

Der Domänefonds ist erwachsen aus dem sog. Meers-burger Fonds, nach Häberlin-Sehaltegger auch bisphöf-lich-konstanzische Gefälle oder Meersburger Domäne-kasse genannt. Es wurden nämlich schon in den erstenZeiten des Kantons die Rechte von aufgehobenen deut-schen Klöstern vom Thurgau angekauft um den billi-gen Preis von fl. 500.000. Sie bestanden aus zahl-reichen Zehnten und Grundzinsen in den ehemaligenHerrschaften oder Vogteien Arbon, Bischofszell , Güt-tingen und Gottlieben , welche vom Grossen Rate aufetwa 1 Million Gulden geschätzt wurden. Fl. 300,000wurden auf der Lösung verkaufter Liegenschaften bai-bezahlt, etwa fl. 255,000 an den Fonds des ehemalsbischöflich-konstanzischen Kirchsprengels angewiesenzur Bezahlung, welche aber im Jahre 1831 grössten-teils noch nicht erfolgt war. Es kostete den Zins eines