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esich ihren Weg durch das enge Felsental des Rena; namentlichgroßartig ist der dreistöckige, über achtzehn Bogen führendeViadukt über das Ambronetal, von dem herab man, nachdemman 2Vs Stunden lang nichts als Tunnels und Felsen gesehenhat, plötzlich eine prächtige Aussicht genießt: unten im TalPistoja und die ganze toskanische Ebene, ein Meer von Oliven-,Feigen- und Orangenbäumen, Steineichen, Zypressen usw., da-zwischen Villen, Kuppeln und Türme; der ganze Plan umzogenvon ziniengekrönten Hügeln und überwölbt vom italienischenHimmel. Bei der Ankunft in Florenz war es Nacht; bald waren.wir gut logiert im Hotel de Bille, wo wir zwei ineinandergehendeLimmer nach der Hauptstraße gelegen haben, also das interessanteStraßenleben bequem genießen können. — Sehnlichst erwarteich Nachrichten von Euch; der Portier speist mich stets mit„niento" ab, so daß ich mich bald schäme, weiter zu fragen.— Mir geht es gut; allerdings darf ich, der Augen wegen, niezu lange in den Galerien verweilen; aber das ist meinem Reise-gefährten recht lieb, der nicht gern allzulange Ästhetik genießt.Wir vertragen uns gut zusammen; er nimmt immer Rücksichtauf mich. Am Morgen sondiert er mit Näuspern und Ächzen,ob ich wach sei; dann geht sofort lebhafte Konversation an; dasTagesprogramm wird gemacht, auch allerlei Unsinn getriebenwährend des Aufstehens. Nach einer Tasse Kaffee im Hotel gehtes an die „Arbeit", von feiten Kappelers mit etwelchem Stöhnenüber die vielen Bilder; für die alten steifen, aber farbenschönenAltarmalereien können wir uns trotz ihres kunstgeschichtlichenWertes gar nicht begeistern und behandeln sie stiefmütterlich.Von Vs12 — V«1 Erholungsspazierfahrt mit schlechten Witzenüber allerlei, was das Straßenbild zeigt; namentlich die Eng-länder bieten Stoff dazu. Dann frühstücken wir bescheiden irgend-wo und setzen um Vr2 Uhr unsere Arbeit fort, machen auchkleinere Ausflüge, sind aber pünklich um sechs Uhr zur tablsä'Uüts zurück. Dort mögen wir der steifen Gesellschaft (dasHotel ist I. Ranges) schon oft durch unser ungeniertes Benehmen.ein Dorn im Auge gewesen sein; wir lachen oft, daß uns dieAugen überlaufen und meist aus sehr unschuldigen, um nicht