Im Reich dir Tone.
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wohl kein Musiker, zähle ich den 17. März 1907 zu den erhabenstenStunden des Lebens eines 73 jährigen. Das Matthäus-Evan-gelium, schon sonst mein Lieblingsevangelium, ist nur noch umvieles teurer geworden. Ihre Anleitung zu tieferer Auffassung«sei Ihnen noch besonders verdankt."
Das Brahms'sche Requiem hat wohl auch bei den damals Mit-wirkenden die besten Erinnerungen zurückgelassen. An die ersteAufführung knüpfte sich eine zweite, nur mit Orgelbegleitung,'um bei allerbilligstem Eintrittspreise den Besuch des Konzertesjedermann zu ermöglichen. Der Erfolg war ein glänzender.Einige Wochen später lud der „Präsident" den ganzen Verein,-der seinen Intentionen so treulich gefolgt, zu einer „Brahms-seier" ein; dieser Abend wird wohl den meisten Teilnehmern'Eine schöne Erinnerung bleiben. Echt „haffterisch" war auch derGedanke, den ganzen Verein nach Zürich zu führen, als dortöas Requiem aufgeführt wurde. Mit Begeisterung wurde dieserGedanke aufgegriffen; Haffter sorgte für einen Extrazug, derdie Kvnzertbesucher nachts 12Vs Uhr wieder nach Hause brachte,vnd so zog er an der Spitze von beinahe 100 Fraucnfeldern(es hatten sich auch Nichtmitglieder dem Verein angeschlossen) nachZiirich in die Tonhalle. — Es war das letztem«!, daß er Zürich ?ah; — das Requiem bildete den Schluß der vielen Konzerte,die er dort gehört.
Die älteren Mitglieder des Vereins werden sich stets mitFreuden an die kleinen Feste (die Vereinigungen nach den Kon-irrten zu einem fröhlichen Abend und die alljährlichen Ausflüge)'zinnern, bei denen der Präsident wie ein Hausvater einer großenFamilie besorgt war, an alle und alles dachte. Das Schönsteunter all diesen kleinen Festivitäten war ein zweitägiger Ausflug^uf den Hohenkasten. Und um auch da einem am Mitkommen^hinderten treuen Mitglied eine Freude zu machen, wurde dieses"tglied telephonisch mit dem Hohenkasten verbunden, wo derfrein vor dem Telephon gruppiert war, und wohl mit etwelcheruhrung hörte die Zurückgebliebene ihr Lieblingslied erschallen,hell und deutlich vom Hohenkasten nach Frauenfeld klang. —aß bei all diesen Gelegenheiten eifrig gesungen wurde, ist
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