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Die früheren Besitzer von Arenenberg : Königin Hortense und Prinz Ludwig Napoleon / nach den Quellen bearbeitet von Dr. Johannes Meyer in Frauenfeld
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Warum sie nicht hannonierten.

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Man kann zwischen diesen Zeilen kanin sich des Eindruckserwehren, dah Frau Campan um das kaltsinnige BenehmenHortensias gegen ihren Gatten gewuht haben muh. DieUrsachen des Kaltseins bei Ludwig haben wir in dem mannig-faltigen Zwang kennen gelernt, den er in der Wahl seinesLebensberuses, in der Wahl seiner Gattin zu erdulden hatte.Es ist daher wohl kaum richtig, wenn Frau v. N6musat inihren Memoiren das Portrat Ludwigs ins Aschgraue, dasder Hortense dagegen mit dem hellsten Kolorit gemalt hat.Die Schuld an dem Mihverhaltnis dieser Ehe lag, wiedas in solchen Fallen sehr ost zu beobachten ist, an beidenEhegatten, mehr oder minder. Denn auch Hortense war inihrem Wesen nicht ganz ohne diejenigen Gebrechen, welchedie Harmonie einer Ehe storen. Wie die meisten Menschen,welche schon in fruhster Jngend dem Ernst des Lebens habenins Angesicht schauen mussen, hatte sie in ihrer Kindheit durchden Berlust des Baters, durch die Gefangennahme ihrerMutter, durch eine Lehrzeit bei der Nahterin die Bitterkeiteines schlimmen Schicksals genossen und war, weil sie alsKind das Familienleben in den dafur empfanglichsten Jahrenhatte entbehren mussen, auf sich selbst und ihre eigenen Ge-danken angewiesen worden. Personen dieser Art gewinnenleicht einen gewissen Eigensinn nach der einen oder andernRichtung ihres Seelenlebens. Von solchem Eigensinn werdenwir auch Spuren bei Hortense finden.

Viste Zungen suchten freilich die Entzweiung der beidenEhegatten ganz anderswo, als sie naturgemah gesucht werdenmussen. Den 7. April 1804 begab sich der erste Konsul unterfeierlicher Begleitung in das Haus seines Bruders in derViktoriastrahe, um ihm anzukundigen, dah er, weil ohne Nach-kommen, die Thronfolge seinem kleinen Neffen Napoleon Karlzugedacht håbe. Aber nicht nur wollte Ludwig nichts davonmissen, sondern auch seine Geschwister, eifersuchtig auf ihren