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Das Rebwerk im Thurgau : kulturgeschichtliche Studie nach Erinnerungen von J.H. Thalmann, eigenen Beobachtungen und auf Grund handschriftlicher Quellen und amtlichen Berichte / dargestellt von F. Schaltegger
(a. Pfarrer)
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Das Rebwerk im Thurgau .

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Reben freilich haben sich vor der Ausdehnung des Dorfesin das anliegende Gelände zurückgezogen.

Auch die Ritter wußten einen guten Tropfen zu würdigenund Burghügel wurden auf der Sonnenseite oft mit Rebenbepflanzt. Ein altes Sprichwort sagt:Wo man pflegetguoten win, züchet Münch und Ritter hin."

r. iledrorten unck Ssäenbertbattenbeit.

Was die Rebsorten betrifft, herrschte ursprünglich dasweiße Gewächs vor, weil dasselbe im allgemeinen ergiebigerist als das rote. Da aber der rote Wein feuriger ist undals Meßwein ausschließlich in Frage kommen konnte, so be-vorzugten die Klöster das rote Gewächs.

Gegenwärtig herrscht das rote in den Bezirken Arbon ,Bischofszell und Münchweilen, am Ottenberg und Jmmen-berg, das weiße in den Bezirken Frauenfeld , Dießenhofenund Steckborn vor, während im Bezirk Kreuzlingen beideannähernd gleich stark vertreten sind.

Unter dem roten Gewächs sind vertreten der großeschwarzblaue Burgunder, der kleine blaue Burgunder (Llävner),die Äugstler oder Noahtraube, ferner die Farbtraube, dieMüllerrebe und die Rotedelrebe. Unter dem weißen Gewächsist die Knolltraube (Elbling, Burgauer oder Kurzstiel genannt)wegen ihrer Ergiebigkeit stark vertreten. Daneben der Räusch-ling, die Zürirebe (Edelweiß, Malanser) mit der Waadtländer Rebe verwandt; daneben wurden in neuer Zeit die Waadt-länder Rebe, der Gutedel und andre fremde Sorten einge-führt, die sich indessen für Spaliere (Trüeter, Hausrebe) bessereignen als für den offnen Weinberg.

Die Rebe nimmt mit jedem Boden vorlieb. Sie gedeihtaber in kalkhaltigem und kiesigem Grund besser als in schwerem,tonigem Boden, wo sie in nassen Jahren gerne von der