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es den Bernera wieder zurückgebe.“ So taten sie red-lich, und keiner behielt etwas von dem, was er gefun-den hatte. Darum ehrte auch jedermann die Freiburger und rühmte ihre Teilnahme, ihren Fleiss und ihreRedlichkeit.
19. Das mutige Thurgauermädchen.
Der deutsche Kaiser Maximilian kam im Jahr 1499nach Konstanz . Hier sammelte er ein grosses Heer, umdie Eidgenossen zu bekriegen. In derselben Zeit herrschteaber unter den Schweizern eine Hungersnot; sie littenbesonders Mangel an Getreide und Salz. Weil zudemder Krieg weit umher namenloses Elend verbreitet hatte,wünschten sie sehnlichst, mit dem Kaiser einen Vergleichabzuschließen. Sie schrieben ihm deshalb einen Brief,worin sie ihn um den Frieden baten.
Die gegenseitige Erbitterung war aber so gross, dassman nicht wagte, einen Mann in die Stadt Konstanz zu senden. Da anerbot sich ein mutiges Mädchen ausdem Thurgau , dem Kaiser diesen Brief zu überbringen.In dem Verhole des Hauses, wo der Kaiser sichaufhielt, musste es auf die Antwort warten. Hierstand aber die Leibwache des Kaisers und sein obersterSchreiber.
„Was machen die Schweizer im Lager draussen?“fragte einer der kaiserlichen Trabanten. „Seht ihr dennnicht, dass sie euren Angriff erwarten?“ erwiderte dasMädchen. Ein anderer fragte: „Wie gross ist ihre Zahl?“Das Mädchen antwortete: „Gross genug, um euren An-griff abzuschlagen.“ Die feindlichen Krieger wollten nundurchaus wissen, wie viele Schweizer beisammen seien,und verlangten, dass es eine Zahl angebe. Da sprachdas Mädchen: „Ihr hättet sie ja in dem Treffen, dasletzthin vor den Toren dieser Stadt vorfiel, zählen können,wenn die Furcht euch nicht blind gemacht hätte.“ Als