Musikdruck 
Gesangbuch für die Oberstufe der Volksschule, für Sing- und Sekundarschulen / im Auftrage der kantonalen st. gallisch-appenzellischen Sekundarlehrerkonferenz herausgegeben von Sebastian Rüst, Reallehrer in Gossau
(Kanton St. Gallen)
Seite
309
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tonleiter, aus der die Molltonleiter abgeleitet, oder wie mansagt, zu der sie Paralleltonart ist. Es gibt so viele Moll-tonleitern als Durtonleitern, indem in genannter Art von jederder letzteren eine in Moll abgeleitet wird.

Dur- und Molltonleitern (melodische) bestehen aus zweiHälften, in denen je 1 halber und 2 ganze Tonschritte vor-kommen. Solche Tonfolgen nannten schon die Griechen dia-! tonisch, daher auch die Dur- und Molltonleitern diatonisch sindzum Unterschied von der chromatischen Tonleiter, die in lauterHalbtönen auf- und abwärts schreitet.

§ 8. Die Intervalle.

Intervall (Zwischenraum) nennt man das Verhältnis derj Entfernung zweier Töne. Man bezeichnet sie mit lateinischen' Namen und kann sie von jeder Stufe aus nach oben oder untenl bestimmen, z. B. von o aus

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Quinte, Sexte, Septime, Lktave.

Man unterscheidet große, reine, kleine, übermäßige und ver-minderte Intervalle, z. B,: