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Nacht bis an die Brücke bei Pfyn patroulliert; denn es hattesich die Knnde verbreitet, daß aus den Umgebungen von Alten-klingen, wo man schon seit einigen Wochen kriegerische Anstaltengetroffen habe, der Landsturm nach Frauenfeld aufbrechen werde,um die Regierung zu sprengen. In Jslikon und Gachuangwaren österreichische Kavalleristen eingetroffen, um, wie die ge-schäftige Fama sogleich ausspinthisierte, die unzufriedene Partei zuunterstützen; thatsächlich hatten sie die Nebenroute von Stein hereingeschlagen, um die Anwohner der Straße von Schaffhausen nachZürich nicht allzu sehr in Anspruch zu nehmen. Die Regierung ließin jedem Distrikt eine Compagnie einberufen und schickte Pulver-wagen nach Weinfelden unö Steckborn . Ein in Uttweil stehendesBataillon wurde nach Bischofszell beordert, um von da aus dasSchloß Heidelberg zu bewachen. Alle Vorbereitungen waren vonSeite der Regierung getroffen, um jene vier an der Spitze derUnzufriedenen stehenden Männer im Schlosse Altenklingen zufangen. Diese hatten aber bereits Kunde davon erhalten undwaren entwischt. Da erließ der Kl. Rath eine Proklamation'")an das Volk des Inhalts, wie einige wenige ränkevolle Köpfeund misbrauchte Verirrte die Absicht gehabt, durch Waffengewalteinen Zustand der allgemeinen Unordnung und Zerrüttung her-beizuführen, daß aber eine ernstliche Untersuchung ihre verräthe-rischen Pläne vollends ans Licht ziehen werde, und daß die Re-gierung des Kantons entschlossen sei, Ruhe und Ordnung imLande gegen jeden Angriff mit allen Mitteln aufrecht zu erhaltenund erforderlichen Falls sogar die bereits zugesicherte Bundes-hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Anführer warfen aber vonKonstanz aus eine Gegenschrift unter das Volk. Da sandte dieRegierung 3 halbe Kompagnien Truppen nach Gottlieben , umVerhaftungen vorzunehmen und sich jene vier Herren von denKonstanzern ausliefern zu lassen. Allein noch am gleichen Tage
") Beschluß-Protokoll 1814, Seite 452—458.