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Generalbericht / herausgegeben von der Ausstellungsdirektion [der] VII. Schweiz. Ausstellung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau vom 18.-27. September 1903 in Frauenfeld
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Zu erwähnen sind noch zwei Versuche, die im Haferanhau zurBekämpfung des Ackersenfes durchgeführt wurden. Beide Versuchezeigten gleich günstige Resultate. Als Bekämpfungsmittel wurdeangewendet 1520 °/o Eisenvitriollösung.

Wenn an der Frauenfelder Ausstellung die Reinheit und dasHektolitergewicht das bisherige Durchschnittsergebnis bedeutend über-troffen haben, so ist das den kleinen Quantitäten, die programm-gemäß eingeliefert werden mußten, zuzuschreiben. Das Saatgut wurdevielfach von den Ausstellern auf dem Tisch erlesen. In Zukunftsollten mindestens 150200 kg pro Sorte verlangt werden.

Vorschläge zur Hebung des schweizerischen Getreidebaues.

Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Dieses Sprichwort verdientgewiß gerade in diesem Betriebszweige vollste Beachtung. Der Grundder Misere im Getreidebau ist gewiß in mehreren Faktoren zusuchen. Unverhohlen geben wir aber auch zu, daß die Ursache desNiederganges nicht immer nur in der wirtschaftlichen Lage nachaußen zu suchen ist, sondern auch zum guten Teile beim Land-wirte selbst.

Die modernen Verkehrswege riefen in den fünfziger, sechzigerund siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts einen allgemeinen Um-schwung auf dem Geld- und Produktenmarkt hervor. Die Lebens-mittel stiegen im Preise ganz enorm. So beliefen sich z. B. dieDurchschnittspreise für Weizen pro 100 kg in den Jahren 1860/65auf 28 Fr., 1870/75 auf 36 Fr. und 1873 auf 40 Fr. Desgleichenstiegen auch andere Produkte, wie Käse, Fleisch u. s. w. Die in-ländische Produktion erfreute sich einer Epoche blühenden Auf-schwunges.

Im gleichen Maie stieg aber von jetzt an das Angebot desAuslandes für Brotfrüchte. Der Preis sank von 40 Fr. bis auf1615 Fr. pro 100 kg Weizen im Jahre 1896. Der russische, argen-tinische und nordamerikanische Weizen verdrängten den unsern.Unter dem Drucke dieser niedrigen Preise ging der schweizerischeGetreidebau immer mehr zurück. 1902 betrug die Einfuhr nur anWeizen 4143976 q. Der Wert der Mehreinfuhr belief sich auf77 314835 Fr. In einzelnen Kantonen ist der Getreidebau fast totalverschwunden.