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Generalbericht / herausgegeben von der Ausstellungsdirektion [der] VII. Schweiz. Ausstellung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau vom 18.-27. September 1903 in Frauenfeld
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2) Durch geeignete Detriebsrichtung. Durch die klimatischenund Bodenverhältnisse ist für einen großen Teil unseres Landes dieBetriebsrichtung eine gegebene. Im Alpenland ist die ausschließ-liche Weide oder Grasbaubetrieb gegeben. Nicht so im Flachlande.Man ist in den letzten Jahrzehnten auch allzusehr in das Fahrwasserder einseitigen Betriebsweise geraten. Alles suchte sein Heil in derViehhaltung und somit im Futterbaue.

Es ist nun nicht gleichgültig, wie wir Futter produzieren. Dasbilligste und beste Futter sei aber unser Ziel. Auf den Natur-wiesen ist diese Forderung aber nicht immer durchführbar.

Nach den von Dr. Glättli am Plantahof gemachten Erhebungenkommt ein Kilozentner Heu ab der Naturwiese auf 7 Fr. 55 Rp.und ab Kunstwiesen auf 6 Fr. 71 Rp. zu stehen.

Ohne Zweifel ist das Futter ab Kunstfutteranlagen qualitativbesser als ab Naturwiesen. Kunstfutter enthält mehr Klee und guteGräser, weniger Unkräuter als Futter ab Naturwiesen. Die Erträgesind aber auch sicherer. Der Ertrag und die Dauer einer Kunst-futteranlage ist abhängig von der Bodenbeschaffenheit, der voran-gegangenen Bodenlockerung und der Vorratsdüngung, der sorgfältigenund sachverständigen Auswahl der Futterkräuter und der nachfolgendenPflege und Düngung.

In richtiger Würdigung all dieser Punkte, in der Berücksichti-gung der Wechselwirtschaft für alle passenden Landesteile liegt dieHebung des schweizerischen Futterbaues.

Am Schlüsse unseres Berichtes angelangt, haben wir in ehrenderWeise noch einiger Samenhändler zu gedenken, die ihre Sämereienund die Produkte zur Ausstellung brachten.

Die im gesamten Feldbau erteilten Anerkennungen sind folgende:

Ehrendiplome. 4

Silbervergoldete Medaillen.26

Silberne Medaillen.37

Bronzene Medaillen.59

Ehrenmeldungen.32

Gesamtgeldprämie: 3010 Fr.

In Anbetracht der Wichtigkeit dieser gesamten Gruppe erscheintuns gewiß mit Recht dieser Betrag als sehr klein. Wenn wir diePrämien betrachten, wie diese in andern Gruppen zur Verwendungkamen (z. B. in der Viehzucht), so ist doch in Anbetracht der