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Generalbericht / herausgegeben von der Ausstellungsdirektion [der] VII. Schweiz. Ausstellung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau vom 18.-27. September 1903 in Frauenfeld
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Die Erzeugung dieser Produkte erfordert vorab große Zeiträume,und es bilden erstere somit nicht die Resultate oder Erfolge derjetzigen Generation allein. Die rationellsten und intensivsten wirt-schaftlichen Maßnahmen schaffen wohl hocherfreuliche Waldbilder;aber gerade diese Waldbilder lassen sich nicht oder nur in sehrmangelhafter Weise dem Publikum darstellen. Nachweise durch Wortund Bild verlangen aber schon etwelche Fachkenntnisse und selbstfür den Fachkundigen Zeit und Ruhe zur Prüfung. Beides fehlteden Besuchern der Ausstellung zum größten Teil. Der Andrang warzeitweise zu groß. Eine auch nur oberflächliche Durchsicht allerausgestellten Gegenstände hätte für die forstwirtschaftliche Gruppeallein mehrere Tage erfordert.

Vieles ist indessen schon erreicht, wenn durch die Ausstellungbei einem großen Teil der Besucher das Interesse für den Waldneuerdings geweckt und erhöht wurde. Gar mancher, der als Forst-mann sich für die Beteiligung der Forstwirtschaft an der VII. Schweize-rischen Ausstellung anfänglich nicht erwärmen konnte, würde es heutewohl bedauern, wenn sich dasgrüne Fach* bei dieser nationalenSchaustellung der Urproduktion fern gehalten hätte.

Nach unserem Befund läßt sich das Urteil über die GruppeForstwirtschaft an der Ausstellung in Frauenfeld dahin zusammen-fassen :

Die Foi'tschritte in volkswirtschaftlicher Beziehung auf demGebiete des Forstwesens, wie sie namentlich durch das eidgenössischeForstgesetz angestrebt und erreicht werden, sind groß. EinzelneKantone lieferten hiefür geradezu überraschende Ausweise. Wenigerersichtlich zeigte sich der Fortschritt in privatwirtschaftlicher Hin-sicht. Es soll damit nicht nur auf die etwas mangelhafte Beteiligungder Privatwirtschaft, sondern auch auf die spärlichen Anhaltspunktezur Beurteilung der Rentabilitätsfrage unserer Waldungen hingewiesenwerden.

In den öffentlichen Waldungen liegen noch enorme Kapitalsummenbrach. Eine technisch rationelle Bewirtschaftung würde wohl ein ver-mehrtes Forstpersonal erfordern; diese Auslagen würden aber zweifellosum ein Vielfaches übertroffen durch die erhöhte finanzielle Rentabilitätdes Waldes. Hier scheint es uns mehr als je an der Zeit, kräftiganzusetzen und namentlich den Verwaltungen unserer größeren Ge-meindewaldungen Aufklärung und Belehrung zuteil werden zu lassen.