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spielt und seihst allein schon entkalkend auf die Gewebe »inwirkt.Die vollständige Auflösung des erweichten Zahnbeins erfolgt durchdie sog. peptonisierenden Bakterien, die die Eigenschaft besitzen,Eiweiss und ei weisshaltige Substanzen aufzulösen.
Die Zahnkaries hat einen grossen Teil unserer Bevölkerung er-griffen, und zahlreiche Statistiken in Schule und Heer haben ergeben,dass 85—98% an Zahnkarics leiden; dabei ist allerdings zu beachten,dass in einem erheblichen Prozentsatz die Zahnkaries nicht in demMasse dio Kautüchtigkeit beeinflusst, dass dadurch Störungen ein-tretcn müssten. Sehr oft lässt sich durch frühzeitiges Eingreifen dasGebiss in kurzer Zeit wieder herstellen und auch der Mangel einerbestimmten Zahl von Zähnen ist nicht identisch mit Kauuntüchtig-keit. Untersuchungen in der Armee haben ergeben, dass wirklichkauuntüchtige Gebisse in ca. 40% vorhanden sind.
Dor Grund, warum die menschlichen Zähne so rasch den Ein-wirkungen von aussen durch Säuren und Bakterien erliegen, lieg!,darin, dass eine ganze Rtihe von Faktoren hinzukommen, dio diePrädisposition zur Karies bedingen. So spielen die Vererbung, diemangelhafte Bildung der Zähne, unrichtigo Ernährung, Allgcmein-erkrankungen, die sozialo Stellung und auch Rasseeigcntümlichkoiteneine Rolle.
In erster Linie ist die Beschaffenheit und Zusammensetzung derNahrung wichtig. Vergleichen wir die Zähne der Naturvölker mitdenen der Kulturvölker, so zeigen erstero in 10—20%, dio letzterenin 90—98% Zahnkaries. Unsere heutige Ernährung begünstigt inhohem Grade die Zerstörung der Zähne. Infolge der schon bestehendenKauunmöglichkeit werden von den Eltern möglich weichgekochteNahrungsmittel vorgozogen und auch den Kindern verabreicht. Dieweichgekochte, kalkarme Nahrung bedingt eine Reihe abnormerGärungsvorgänge im Munde, und besonders die vielen zuckerhaltigenSpeisen, wie Schokolade, Creme, Kuchen. Puddings, süsse Getränkeusw. üben gerade im Kindesalter einen deletären Einfluss auf dasGebiss aus infolge der Milchsäurebildung. Der Nachteil der w'eich-gekochten Speisen liegt aber noch darin, dass gerade die Kinder nichtgenügend zur Kautäiigkeit gezwungen werden, was wiederum einenungünstigen Einfluss auf das Gesamtgebiss in dem Sinne ausübt, dassdie Entwicklung der im Kieferknochen steckenden Zahnkeime derzweiten Zähne sich nicht kräftig genug ausbildcn; dio Kaumuskeln,Kieferknochen und Zähne bleiben in ihrer Entwicklung zurück. Auchdie Speicheldrüsen liefern eine geringere Menge verdauungskräftigen