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Christliches Gesangbuch, oder Sammlung ausgewählter Psalmen und geistlicher Lieder über alle wichtigen Wahrheiten der Glaubens- und Sittenlehre : mit den beliebtesten Psalm- und andern vierstimmigen Choral-Melodien / herausgegeben mit Rücksicht auf vaterländisches Bedürfniss
Entstehung
Seite
354-355
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3i4 H04 Winter- und

Morgenlieder. Z04 ^0?. 355

6. Und wie das K örnle n erst verdirbt ,

Und in der Erde gleichsam stirbt,

Um neue Frucht zu bringen:

So werd', o Gott! Ick, durch den Tod In'S deß'« Leben dringr»

7. Auf diesen seligen Gewinn

Fr eut sich bereits m ei n Her; und Sinn; _^

2/^/G Melodie ZZ.

<1 vs»o. Gott, du bist von Ewigkeit.

1. Unsre Aussaat segne, Gott ! Tast sie ruh' im Schooß der ErdbHeim', und unser täglich Brot Unter deiner Aussicht werde!

Obne dich, du Q.uell des Lebens!

Wäre Menschenfleiß vergebens.

2. Wenig streuen wir nur hin; Reichlich gibst du, Gott, uns wiederFür den brenden Gewinn Singe» wir dir Freudeiilieder. ^

LäHL Melodie ;z

OvO» Singet, vrci>e> Gottes Ebr'.

1. Schöpfer! dein« Herrlichkeit Leuctuci auch zur Winterszeit,An der wolkenvollen Luft, In dem Schnee, in Reif und DE

2. Du dewabrst der Erde Kraft, Srarst der Bäume NabrunqssalbThust, wofür der Landmann bath, Deckst und wärmest seine SV

Z06.

Melodie 7-i.

Dieß ist der Tag, den Gott gemacht.

1. Nicht für der Felder Segen nur,

Auch für den Schlummer der Natur, ^

Für Frost und Winter kamen >v>r, Herr, unser Gott und Vater, b»

2. Ein silberfarbig, s Gewand

Schmückt Berge, Hügel, Lbal und Land. ,,

Die schön sind sie! Wen freuet nicht Der tiefern Sonne mildes Lick'

3. Die Erde vflegt nun mütterlichDie ihr vertraute Saat, die sich

Im nahen Frühling scgensvell Einwickeln und uns nähren soll-st. Doch nicht geräuschvoll, nur geheim.

So nährt der Tugend ersten Keim »

Ein Vater mit verborgner Lust In seiner schwachen Kinder Vl»'

5. So thut, was Andre segnen kann, ,,

Ein guter und bescheidner Mann; (Ruhms der E,

Sucht, wenn sein Thun nur Gott gefüllt, Nickt das Geräusch^

6. Doch wachsen soll der Tugend Saat;

Blühn soll, was er im Stillen that,

Zu reichen Ernten IN der Zeit, Zu reichern in der Ewigfeü-7. So wie der Fluren Saat durch dich

». Muß ich bey trüben Füllen

^ Thränensaar, Nach deinem Rath, Gleich öfters hier bestellen.8. Nur mache mich, o Gott ! bereit,

In Glauben und Gottseligkeit. Viel gute Frucht zu bringen'r^will ich dir Dereinst dafür In Ewigkeit lodsmgen._

Ohne dich, du Q.uell des Lebens.'

, Wäre Menschenfleiß vergebens.

^H>b dem Fle.ßigen sem Brot! Schwache nähre dein Erbarmen!^iide, Barer, Hungersnotb Don so vielen deiner Armen!

Ohne dich, du Quell des Lebens!

Wäre Menschei>flc>ß vergebens.

Wieder.

./lach des Winters kalter Nacht Lebet Alles, Alles lacht;/Mne, Wiesen, Felder blüh'n, Und die bde Weit wird grün.blüht nach kurzer Zeit Aus dem Staub Unsterblichkeit.

und umgeichaffen einst Sind wir, wann du, Herr, erscheinst!

^tch

Melodie 68.

»W V » » Wie herrlich strodil der Morgenstern.

!-^ ist

Morgen Ueber.

Im Stillen keimt, und väterlich (unbemerkt,

dich, o Höchster, wird gestärkt, Bleibt es von uns gleich8. Es brause fürchterlich umherV. Des Winters Sturm! Auch er, auch er (Noth.

""deines Segens Diener, Gott ! Du thust uns wohl auch selbst durchS. Und wie viel Freuden haben wir,

» . Du Gütiger! auch setzt von b»r,

du so väterlich uns wägst, In unsrer Hütt' uns wärmst und pflegit.iv. Herr, seder Wechsel deiner ZeitEntstamm uns zu der Dankbarkeit,d deinen Willen gern erfüllt; Denn du bist immer gut und mild!

11. Du bleibst allmächtig stets und groß.

Wir werden, wann der Erde Schorst

uns bedeckt bat, dich zu seh'n Aus uniern stillen Gräbern gehn:

12. Und, auserweckt, das Fcyertkld

^ Der himmlischen Unsterblichkeit iSolm:

ltthen, und vor deinem Thron Dich preisen, Gow . und deinen1Z. Daß nun binfort kein Wechsel ist,tzidn, Daß du in Allen Alles bist;

-B'vvtt, , wann der Fromm' erwacht, Ihn ewig, ewig selig macht.

1. Dich seh' ich »weder, Morgcnlicht,

Und freue mich der edeln Pflicht, D>m Höchsten lodzusingc»-Ich will voll frommer Dankbegier,

O Mildester Erbarmer l dir Preis und Anbetkung bringe«.Schöpfer! Vater! Deine Treue Rührt auf s neueMein Gemälde; Froh empfind' ich deine Güte.

. 2. Du warst auch diese Nacht um mich.

° wär' ich, hättest du nicht dich So büifreich nick bewiesen*. Zu meinem Leben setzest du^ «'Neu neuen Tag hinzu: Sey hoch dafür gepriesen lDurch -,ch bin ich, Und ich merke Neu: Stärke;

Tact, erbeb« Herz >md Mund, so laug' ich lebe!