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Briefe aus dem Fernen Osten / von Dr. E. Haffter
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238
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Zwei nationale Gifte der Chinesen.

Gegen 6 Uhr fuhren wir ermüdet von der heißenTagesarbeit auf einer zweirädrigen Karre nach Hauseund wurden dort von der guten Hausfrau mit vorwurfs-vollem Gesichte empfangen. Hatte sie uns doch über Mittagvergeblich zu Tische erwartet und eine kulinarische Herrlichkeit,einen Triumph ihrer Kochkunst, der uns als Überraschungzugedacht war, allein verzehren müssen.

VII.

Zwei nationale Gifte der Chinesen. Opiumsucht und Alkoholismus .Das Opium holländisches Staatsmonopol. Marktplatz bei Nacht. JavanischeTheatervorstellung. Spielplätze der Chinesen. Opiumbuden.

Nach dein Essen machten wir uns nochmals aus dieStrümpfe und besuchten die weiter landeinwärts gelegenenQuartiere der Eingebornen und Chinesen Batavias, vorallem, um zwei Schandflecke der europäisch-ostasiatischen Zivili-sation, die Spielhöllen und die Opiumbuden, zu sehen. Spiel-tisch und Opiumpseife sind die zwei nationalen Gifte, welcheam Mark des chinesischen Reiches nagen, und die Chinesenim Auslande huldigen den beiden Lastern noch weit mehrund ungezügelter, als sie dies in der Heimat tun können,wo die Regierung bemüht ist, denselben mit strengen Maß-regeln Verbot des Mohnpflanzens, kolossalen Einfuhrzöllenauf indischem Opium rc. entgegenzutreten. Die zivilisiertenVölker aber, England wie Holland , sehen schmunzelnd zu,wie die beiden Übel Land und Leute ruinieren; fließen dochdabei immense Summen in ihren Geldbeutel.

Spielplätze und Opium sind auf Java Monopol derholländischen Regierung und werden Jahr für Jahr um