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Opiumbude».
sich durch jahrelange Arbeit in der Fremde ein kleines Ver-mögen erworben haben, an: ersten Tage nach der Rückfahrtden letzten ihrer sauer verdienten Dollars verspielen.
Die Opinmbuden, die wir zum Schlüsse des inhalt-schweren Tages noch besuchten, hätten eine Illustration zuDantes Hölle geliefert. Ich kann nur mit Grauen an jeneverpesteten Lasterhöhlen zurückdenken. Jeweils am Eingängebefindet sich zur Seite der Pforte ein kleiner Holzverschlagmit Schalter, hinter welchen: schmunzelnd der Opiumverkäufersitzt, der den Eintretenden das Gift um teures Geld ver-kauft. Ein Hansen Silber, der neben ihn: auf den: Tischchenliegt, wie wir durch das hölzerne Gitterwerk deutlich sehenkönnen, zeigt uns, daß der Mann heute schon gute Geschäftegemacht hat. Unserm Eintreten widersetzten sich anfs energischsteeinige schmutzige Chinesen; Herr Z. konnte sie aber beschwichtigendurch die Mitteilung, daß ich ein Arzt sei; von: Augenblickean wurde ich mit großer Zuvorkommenheit behandelt, sogarvon dem Opiumhändler, dem ich dann der Kuriosität halberein kleines Ouantum seines Artikels abkaufte.
Eine warme, widerlich snß-brenzliche Stickluft wehte unsbeim Eintreten entgegen; der Raum, in welchen: wir unsjetzt befanden, war mit heißen: Quäln: erfüllt, und das Augevermochte bei der miserablen Beleuchtung durch einige primi-tive Kokoslämpchen erst gar nichts Bestimmtes zu erkenne::.Bald aber war es an das rauchige Halbdnnkel gewöhnt, unddie Umgebung gewann Form und Gestalt. Ich sah, daßwir in einen: langen, schmalen Raume uns befanden, mittrostlos kahlen, schmierigen Wänden ohne Fenster oder Luft-löcher. Auf beiden Langseiten waren längs der Wändehölzerne Lager erstellt, die sich kaun: zwei Fuß über denBoden erhoben, wie Apfelhürden aussahen und nur einenschmalen Gang zur Passage zwischen sich ließen. Auf diesen