09
Altersversorgung, von Einfluß ist. Die Landwirtschaft und Viehzucht stehtnoch etwas über dem Durchschnitt, weshalb die Berufsklasse „Gewinnungder Naturerzeugnisse" immer noch an der Spitze steht, die schon früherkonstatirte Tatsache neuerdings belegend, daß in der Industrie zwarmehr Personen aber weniger Familien ihr Brot finden als in derLandwirtschaft.
Während die Landwirtschaft 39°/o der Bevölkerung nährt, kommenauf die Industrie nur circa 37 o/^. Sehen wir uns die kleine abertüchtige Armee unserer Beruftreibenden noch etwas näher an. An derSpitze marschiert die Berufsklasse „Veredlung der Natur- und Aröeits-erzengnifse". Mit 527,792 Angehörigen stellt sie 43 "/g der Beruf-treibenden. 'Ihr folgt noch dicht auf den Fersen die Gewinnung derNaturerzengnille. Diese Berufsklasse ist mit 491,743 Tätigen oder4(>o/g vertreten. Der dritte Hauptlieferant zur Armee der Bernftreibcn-den ist der Landet. Zwar steht er mit 92,293 Angehörigen weit hinterseinen beiden Vorgängern, aber er übertrifft die beiden folgenden Beruf-klassen „Herstellung von Verkehrswegen und Verkehr" sowie „allgemeineöffentliche Verwaltung, Rechtspflege, Wissenschaft und Kunst", welcheje 4 o/o der Tätigen liefern mit seiner Leistung von 8 °/o um dasDoppelte.
Das weibliche Geschlecht stellt ein starkes Kontingent zu dieser Armee.Neben den vorwiegend weiblichen Berufen, die entweder der Hauptsachenach in persönlicher. Dienstleistung oder aber in der Herstellung vonGespinnsten und Geweben sowie deren Verarbeitung und der Bearbeitungdes Tabaks bestehen, gibt's eine Anzahl von Berufen, in denen sich derweibliche Wettbewerb von Jahr zu Jahr steigert. Zwar zeigt dieschweizerische Fabrikstatistik vom 5. Juni 1895 eine relative Verminderungder weiblichen Arbeiterschaft, indem dieselbe bloß noch 40,z"/o der Gesamt-zahl ausmacht, gegenüber 45,z °/g im Jahr 1888. Allein dies rührt vonder starken Entwickelung her, welche die vier fast ausschließlich Männerbeschäftigenden Jndustriegruppen erfuhren. Die vorherrschend weiblichePersonen beschäftigenden Gewerbszweige zeigen eine Zunahme der Ver-hältniszahl der weiblichen Arbeiter, wie sich überhaupt ergibt, daß dieMänner durchweg in stärkerem Verhältnis an den lohnenderen Industrie-zweigen beteiligt sind, während sich die Frauen auf die weniger rentablenaber auch leichtern werfen, vielleicht auch die Lücken ausfüllen, welchedie Männer lassen, die zu andern Industrien übergehen. Es erscheintdaher begreiflich, daß das weibliche Geschlecht über dessen beruflicheGliederung die beistehende Tabelle nähere Auskunft gibt, mit 356,413unmittelbaren Berufsangehörigen vertreten ist.