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zitterte und zupfte es die „Santa Lucia" zn uns herauf. Auchder „Trovatore " ließ nicht auf sich warten und fo entwickelte sichein langes Menü von italienischen Volksweisen und Opernmelodien,Straußwalzcrn u. s. w. Die zerlumpten Kerls musizirten übrigensschöner und besser als Manche, die schwarzbefrackt im Konzertsaalstehen, und ich erfuhr neuerdings, wie volksthümlich das musikalischeElement in Italien ist. — Weniger entzückte uns ein die Schiffs-passagiere mit glycerinsüßer Zudringlichkeit verfolgender, elegant-schäbiger italienischer Hühneraugenoperateur, der uns trotz energischenProtestes Hühneraugen znmuthen und mit seinen rostigen Messernentfernen wollte. Ich fürchte, er hat auf unserm Schiff schlechteGeschäfte gemacht.
In dem eckelhast schmutzigen Meerwasser prodnzirten sich zweinackte Neapolitaner, indem sie schwimmend sich herumbalgten, nachhinuntergeworfenen Geldstückchen tauchten und diese mit großerSicherheit und im Nu zwischen den Zähnen zurückbrachten.
Auf dem Verdecke hatte sich unterdessen ein sörmlicher italienischerMarkt entwickelt; Händler aller Art breiteten ihren Kram auf demBoden aus, und der vorsichtigste Passagier ging auf den Leimund kaufte sich — verlockt durch die niedrigen Preise — irgendetwas, ein pluaa-iior, das 10 Minuten später den Dienst versagteund von dem ärgerlichen Besitzer ins Meer geschmissen wurde,oder eine Cigarrettenspitze „aus echtem Bernstein " natürlich, diebeim ersten Gebrauch sich als Kolophonium entpuppte und lustigmitbrannte. Die Letzten, welche unser sich in Bewegung setzendesSchiff verließen, waren die Musikanten, aus deren Barke nocheinmal und wirklich schön das „Dolce Napoli" zu uns herauftönteund manchen Saldo heruntcrzanberte.
Leider lag ein dichter Schleier über Stadt und Golf, als wirden Letzter» verließen, und auch Eapri und die benachbarten Inselnwaren nur als undeutliche Nebelbilder zu sehen. — Gegen Abendfuhren wir dicht an der vulkanischen Insel Stromboli vorbei; sie
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