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ich noch mit andern Beispielen belegen könnte — nicht stets derInbegriff des Anständigen und so ist es begreiflich und ganz amPlatze, daß für Mädchen aus guter Familie der Theaterbesuch einunerlaubtes Vergnügen ist.
Auf dem großen japanischen Dampfer, der, von Shanghai herkommend, uns nach Bokohama brachte, hatten wir Gelegenheit,japanische Typen aller Klassen zu beobachten. Das Schiff warüberfüllt mit Passagieren und auch die Betten der ersten Kajütesämmtlich besetzt. Es ist ein großer Sprung von dem Kuli, desseneinziges Kleidungsstück der Lendengurt und Strohsandalen sind,zu dem vornehmen Japaner, der in seiner Kleidung bis ins Kleinsteden Europäer nachzuahmen sucht. Aber das erstgenannte Extremwar mir das sympathischere und erschien mir eigentlich als ganzselbstverständlich und gar nicht so auffallend, da die dunklereHautfarbe, sowie die noch häufigen Tätowirungen (jetzt ist dieseArt von Dekoration der Haut gesetzlich verboten) die Nacktheitmehr oder weniger aufheben. Einen um so komischeren und un-natürlicheren Eindruck machte mir „Jung-Japan " in seiner euro-päischen Hose, welche — sie mag noch so ausgezeichnet zugeschnittensein — eben die stets krummen Beine doch nicht gerade erscheinenläßt; seinem elegante» Rocke , dessen Schöße bis zu den Knieenreichen und unbeholfen dort herumbaumeln, wenn der Träger diestets nach einwärts gedrehten Füße vorwärts bewegt; seinen riesigenManchetten und Vatermördern und einem Hute, der nun ebeneinmal — mag er Cylinder oder Filz- oder Strohhut heißen,mag er rund oder oval oder eckig sein — niemals für einenjapanischen Schädel die paffende Form hat. Der europäisch ge-kleidete Japaner braucht nur eine einzige Bewegung zu machen,um zu dokumentiren, daß er nicht in seinem wahren Kleidungs-, elemente steckt, daß der Rock zivilisirt, aber der Mensch noch sehrjapanisch ist; ich mußte bei seinem Anblick stets an einen Jungendenken, der zum ersten Mal die Höslein an hat, unsäglich stolz