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Route 15.
Bahnhofrestauration, ausgezeichnet in jeder Hinsicht; der Re-staurateur ist zugleich Besitzer des Hotels am Bahnhof.
Cafes: Meran mit Glaspavillon (Neuthorplatz) ; Pöll (Herren-gasse); Europa (Herreng.); Nordstern (Sackstr.); Schuster(Karl Ludwigsring).
Weinstuben : Unter vielen ist die bekannteste die derGebrüder Kleinoschegg, der vielen Sinnsprüche wegen, vonwelchen hier einer der originellsten angebracht sei:
„Der Adam hat d' Lieb’ aufgebracht,
Der Noah den Wein,
David’l hat d’ Zithern 'schlagen,
— Miiasse Steyrer g’wes’t sein.“
Bäder: Zur Sonne (Tegetthofgasse), mit Schwimmbassin;Förster (Brandhofg.)
Graz (356 M. ti. M.), Hauptstadt des österr. KronlandesSteyermark , mit 100,000 Einw., liegt malerisch in der überaus,anniuthigen 5 Std. langen u. 1 Std. breiten Ebene GrazerFeld zu beiden Seiten der Mur . Die grosse Häusermasse liegtziemlich dicht zusammengedrängt, berührt aber in ihren Aus-läufern schon die herrlichen waldigen Abhänge, welche das.milde Klima dieser Gegend kräftigen. Der Liebhaber städtischenLebens findet dasselbe hier auf engem, nicht zeitraubendemRaume, während noch innerhalb der Stadtgrenze dem Natur-freund sich die reichliche Fülle landschaftlicher Genüsse dar-bietet. Graz verbindet also recht eigentlich die Annehmlich-keiten u. den Comfort einer Grossstadt mit den Reizen des.Landlebens. Mehrere Kettenbrücken, eine Steinbrücke u. einSteg führen über die Mur. In die österr. Südbahn mündenhier die ungarische Westbahn (Stuhhceissenburg-Graz) u. dieaus Industrie- u. Kohlenbezirken kommende Köfl acherbahn(mit Abzweigung nach Wies). Auf dem 1. Ufer der Mur liegtdie eigentliche oder innere Stadt, die sich um den Schlossbergherumzieht u. von dem prächtigen Stadtpark u. den Quais ander Mur umgeben ist. In den drei letzten Jahrzehnten er-standen zahlreiche neue Quartiere, das sogen. Neu Graz , inwelchem besonders die Ringstrasse, die Elisabethstrasse, dieKlostenciesgasse u. die vom Bahnhof in die Stadt führendeAnnenstrasse hervortreten. Die gewerbliche Thätigkeit hatihren Hauptsitz in den auf dem r. Ufer liegenden Yorstadt-bezirken Lend u. Gries .
Die Entstehung von Graz weist weit in die vorchristlicheZeit zurück. Nach der keltischen Ansiedelung folgte die Herr-schaft der Römer, dann der Slaven. Urkundlich erscheint Graz