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Route 39.
Spaziergänge. Auf dem linken Reussufer der *Giitsch.Eine Drahtseilbahn befördert den Reisenden auf diesen re-nommirten Aussichtspunkt mit Gartenwirtschaft. Koch höherdas Kurhaus Sonnenberg, mit herrlicher Aussicht nicht blosauf das See- u. Alpenpanorama, sondern auch auf die Land-schaft Luzerns. Ferner die Meggerhöhe; Küssnacht u. diehohle Gasse mit der Tellskapelle zum Andenken an die Er-schiessung Gesslers. — Auf den Dietschenberg bis zum Vogel-herd, nordöstl. von Luzern. — Heber Horw nach Spiesseneck.Diese sämmtlichen Touren sind ausserordentlich lohnend.
Historisches. Die erste Ansiedlung reihte sich schonzu Pipins Zeiten an das an der Stelle der jetzigen Stiftskirchestehende kleine Benediktinerstift, u. entwickelte sich hier, dankihrer Lage am Eingang der stark frequentirten Handelsstrasseüber den Gotthard nach Italien , zur Stadt, die zunächst demKloster Murbach im Eisass gehörte, 1291 aber durch Kauf anHerzog Albrecht von Oesterreich überging. Die Freiheitsbe-strebungen der Waldstätte theilten sich auch der BürgerschaftLuzern’s mit, die 1332 dem Bund der Eidgenossen beitrat u.Oesterreich die Heerfolge verweigerte. Die Befreiung wurdeeine vollständige durch den ruhmvollen Sieg der Waldstätteu. Luzerns über Oesterreich bei Sempach , 1386. Dort, zweiStunden von Luzern , per Bahn nahezu erreichbar, ist an derStelle, wo die Leiche des Herzogs Leopold gefunden wurde,eine Schlachtkapelle errichtet worden. — Durch Ankauf u.Eroberung erweiterte Luzern sein Gebiet. — An den Kämpfengegen das Eindringen der Reformation nahm Luzern einenhervorragenden Antheil mit Wort u. That, Wissenschaft u.Schwert. — Die Weigerung Luzern’s, die Jesuiten auszuweisen,war die Hauptursache des Sonderbundskrieges 1847. Luzern ,der Yorort der Sonderbundskantone Uri, Schwyz , Unterwalden,Zug, Freiburg u. Wallis , musste jedoch nach der Niederlagebei Gisikon den Tagsatzungstruppen seine Thore öffnen u. 1848die Umwandlung des scliweizeriscken Staatenbundes in einenBundesstaat anerkennen.
Seither ist Luzern zu einer Stadt von 18,000 Einw. unddank ihrer unvergleichlich schönen Lage, zur kosmopolitischenMetropole des Friedenverkehres in der Schweiz herangeblüht.