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Führer von Wien nach Genf / unter Mitwirkung namhafter Touristen Oesterreichs und der Schweiz ; herausgegeben von Bernhard Frey in Winterthur
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Route 61.

Die allmälig hervortretende Vegetation deutet die An-näherung des Thalgebietes an. lieber Lax (Kranz) in Serpen-tinen hinab, über eine Brücke mit grausiger Schlucht nachGrengiols ; abermals eine Brücke passivend nach Mörel (Hoteldes Alpes, Hotel Bggischhorn, ländlich einfach); links erblickt mandas Glyshorn. Am Turnetzgraben u. der schönen Kirche vonHornflühen entlang, 1. das Giernhorn, dann durch einödigeFelsenwüste, die Massa kreuzend, welche ihren Abfluss vomAletschgletscher hat, nach Naters mit den Trümmern deseinstigen Mangepan, u. über die Rhone nach Brieg.

Gasthöfe: Grand Hotel des Couronues et Posto, vorzüglich geführtesHaus. Hotel dAngloterre, dem vorigen entsprechend. Croix blanche,bürgerlich. Bahnhofrestauration, vorzüglich. Cafe-RestaurantNational u. de la Poste. Bewährte Bergführer.

Simplonstrasse. Von Brieg, der Endstation der Bahn imobern Rhonethal, führt die Simplonstrasse, die auf das BetreibenNapoleons I. mit einem Kostenaufwand von 18 Mill. Fr. zurPoststrasse umgeschaffen worden ist, an einer Reihe erhabenerNaturwunder vorüber nach Domo dOssola in Italien . Pass-höhe 2010 M.

Boute 62.

Brieg-Martinach-Villeneuve-Lausanne-Genf.

Das ganze Rhonethal von Brieg bis Bouveret wird von derLokomotive durchbraust u. ist bis Visp für den Reisendenwenig beschaulich. Hotels: Pojt, Sonne, beide recht gut, mitdito Bahnhofrestauration, wo Table dhöte.

"Wer die erhabenste Gebirgswelt kennen lernen will, derreise von Visp durch das Visperthal südwärts (zu Fuss odermit kleinem Gefährt) hinauf nach dem unvergleichlichenZermatt , über welchem dermächtigeWall des Gornergletschersu. die furchtbar steile, majestätische Pyramide des *Matter-horns oder Mont Cervin (4482 M.) in die Lüfte steigt. DieHotels in Zermatt sind vorzüglich zu nennen. Geübte u. zu-verlässige Bergführer (im Volksmund ,Bergwölfe genannt)zu tarierten Preisen. Eine überwältigende Gebirgspracht,eine Gletscher- u. Firnwelt von unbeschreiblicher Gross-artigkeit u. furchtbarer Majestät präsentirt sich vom *Gorner-grat (3136 M.) aus, der auch für weniger geübte Bergsteigervon Zermatt in 4 Std. zu erreichen ist. Nur allmälig ver-mag sich die andachtsvolle, staunende Bewunderung u. dasbegeisterte Schauen in freudiges Entzücken zu verwandeln