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XXV. Kapitel.
Heilung und Bekehrung.
1 .
Ein finsterer Geist war über Fciedeburg gekommen und dasSaitenspiel ihrer Seele war verstimmt.
2 .
Kein Stern der Hoffnung leuchtete ihrer Liebe und doch ge-brach ihr die Kraft, sich loszureißen von dem Manne, vonwelchem der Herr sagte: Ich habe ihn auserkoren, damit er derPriester sei meines Altars und ein Apostel im Lande der Heiden.
Z.
Trüben Blickes und bleich wie ein Marmorbild schritt dieJungfrau durch die Hallen des herzoglichen Pallastes.
4 .
Das Geschrei ihres Jammers drang furchtbar aus der nächt-lichen Kammer und ihr Aechzen glich dem Aechzen einer klagen-den Eule.
5 . -
In wilder Verzweiflung schlug die Kranke sich an den un-sträflichen Busen und in blindem Wahnsinn riß sie das goldeneHaar vom lockenreichen Haupte.
6 .
Die schöne Jägerin, die vormals der Stolz der allemanni-scken Wälder gewesen, mußte man fezt an die Pfosten ihres