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Zur Erinnerung an die Einweihung der neuen Kirche in Märweil / von E. Schuster, Pfarrer in Affeltrangen-Märweil
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Seite
9
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- Unmittelbar darauf hielt Hr. Dekan Kanter folgende

Weiljerede.

Text: Psalm »4, 2 and 3.

Wie lieblich sind deine Wohnnnaen, o HerrG'baoth! Vteine Seele verlanaet undsehnet sich nach den Vorhäfen des Herrn.Vleine Seele freuet sich an dem lebe»dlaen Gott!"

e l i eb t e ch r i sll i ch e e me i nde!

Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge znm Besten die-nen." An dieses Wort des Apostels mögen mir wohl heute erin-nert werde», wenn wir bedenken, wie aus dem läge des Schreckensund des Unglücks der Gemeinde der lag der Irende und der Ghreaufgegangen ist. Ja, es war eine schwere Heimsnchnng, da das alteGotteshaus und mit ihm mehrere Wohngebände, unter Gottes In-lassnng, in Trümmer sanken; aber diese Heimsuchung hat heilsameFrüchte gebracht. Sie hat Euch, Geliebte, znm Besten gedient. Wohlhabet Ihr durch den Ban dieses geräumigen, schmucken GotteshausesGnch für eine Bethe von Jahren schwere Opfer auferlegt; doch dieseLast wird von Jahr zu Jahr leichter, und hört einst auf; aber indem Ihr Gnch zu diesem Opfer entschlösset und mit tapferen. Gott-vertrauen an's Werk ginget, ist in Gnch die heilige lamme desreligiösen Sinnes angefacht worden in einem Grade, wie diestnicht der I-all gewesen sein würde, wenn Ihr nicht einen neuen leinpel hättet bauen müssen. In den letzten Jahrzehnten, als überalldas religiöse Lebe» ermattete, der Glaube erkaltete, hörte man öfterssagen: es wird nicht besser, bis der Herr durch schwere Aeiten dieMenschen von ihrem Leichtsinn und Weltsinn heilt und ernsterenSinn in ihnen weckt, das; sie wieder nach ihm begehren und erkennen,das wahre Glück des Menschen sei in Golt gegründet. Diese Ieite»sind dann gekommen; wir haben manche harte Jahre durchlebt und»nn geht offenbar wieder ein religiöser Aug durch die Welt, ein stär-keres Verlangen der Seelen nach Gott, dem lebendigen Gott. Ichglaube zwar nicht, das; bei so einfachen Landlenten dieses Verlangennach Gott je entschwunden sei; denn zu alle» Aeiten hat sich derStand des Landmannes, der in unmittelbarer Berührung mit Gottes