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Der Lippoltsweiler Schulstreit in aktenmässiger Darstellung / Labhardt, d. Z. Regierungsrath
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Konflikte: Ellighausen wollte seine eigene Schule haben, »nbhinwieder wollte die Schulbehörde von Ncuweilen die Ellig-hauser Kinder nicht bei sich aufnehmen. Durch eine unterbezirksamtlicher Mitwirkung in Vollzug gesetzte Prästdial-Verfügung vom 7. Mai 1859 wurde jedoch der crziehungs-räthliche Beschluß vom 19. April 1859 erequirt. Nachdemdas Provisorium ein Jahr gedauert hatte, kamen unter'm29. Mai 1860 die Herren Erziehungsräthe Häberlin undBurkhardt persönlich nach Neuweilen und konfcrirten daselbstmit den Abgeordnete» der drei Gemeinden, wobei dieselbendie Wünschbarkeit der Organisation einer Klassen-Schulcmit zwei Lehrern für die drei bisher getrennten Schulkreisenachdrucksam betonten. Neuweilen und Ellighausen zeigtensich geneigt, auf das Projekt einzugehen; Lippoltsweilcn op-ponirte dagegen mit aller Entschiedenheit. Der Widerspruchward in folgender Weise begründet:Im Jahr 1829 sei derSchulfonds der Gemeinde aus drei Kronenthalcrn bestanden,jetzt sei derselbe durch freiwillige Beiträge bis auf die Summevon Fr. SSVO geäufnet worden, und es bestehe die Bereit-willigkeit, denselben theils aus dem Gemcindegute, theilsdurch Steuern und Geschenke bis auf Fr. IS,Ul»o zu er-höhen; in Folge Beschlusses des Erziehungsrathcs habe Lip-poltsweilen im Jahr 1845 ein neues Schulhaus erbaut, wel-ches für S« Schulkinder hinreichenden Raum darbiete; dieEntfernungsverhältnisse von Lippoltsweilcn nach Neuweilcnseien ungünstig; es Varircn die Distanzen zwischen 7803' und8500'; für Scheidbach belaufen sich dieselben auf 10,853';die Höfe Holzmannshaus und Halden hätten überdies schlechteVerbindungsstraßen dahin." Trotz dieser faktisch nicht be-streitbaren Thatsachen beschloß die erziehungsräthlichc Ab-ordnung die Vereinigung der drei Schulgemeinden durch-zusetzen. Um dieselbe desto besser zu bewerkstelligen, ward