14
stand«; Tausend« stand«» schlagfertig für Freiheit und Un. in
abhängigkeit. Da wandten steh die Aristokraten, um ihre ct>
Absicht fortzusetzen, an den Wiener-Kongreß. Der schuf Ri
«ine neue Bundesakte für die Schweiz , neue Verfassungen Zu
für die Kantone. Bei diesen neuen Verfassungen hatten be!
die Aristokraten sich selbst nicht vergessen, und so viel alten all
Sauerteig hineingemischt, mit so viel Zuthaten und Schnör. vr
kein zugestutzt, daß es nicht fehlen konnte, ihr voriger Glanz de
mußte wieder, nur in veränderten Formen und Gestalten, nn
«rstralen. Denn die meisten dieser Verfassungen waren, wie he
jetzt fast jcdermänniglich bekannt ist, aus ihren eigenen Mci- «ü
sterhänden hervorgegangen, und man gab sie nur als das au
Werk der verbündeten Mächte aus, um datz Volk zu be- au
schwichtigen. Mit der Versicherung einer ewigen Neutra- Ai
lität wußte man die Augen der Gutmüthigen zu blenden; du
die Hcllersehenden mußten die Augen zudrücken und schwei- M
gen. Die goldenen Tage kamen nun, wo sich die Aristo- ur
kratic in allen Kantonen immer herrlicher entfaltete und sp'
befestigte; die Machthaber der Schweiz mit ihren unterge. A>
ordneten Schleppträgern in den Städten, Flecken und Ddr - wi
fern hatten die Kunst bald gelernt, das Volk nach und nach S
cmszusaugen; unter allerlei Verwänden und Titeln wußte vr
man Abgaben einzuführen, welche dazu diente», den Staats. P
schätzt zu bereichern und den Privatbeutel zu leeren. Ein de
großer Staatsschatz aber macht die regimentsfähigen Ge- m
schlechter mächtig, hingegen den Bürger schwach und dienst- m
bar. — Nach und nach wurden in der Schweiz Grundsätze m
geltend gemacht, wie sie die Minister von England, Frank. se
reich, Preußen, Rußland , Oesterreich befolgten, nämlich U
die Grundsätze allmäliger Unterdrückung der Volkssreiheit.
Fn deE'ande, wo keinerlei Vorrechte herrschen sollten,suchte man wieder aus den Archiven und Rüstkammern diealten Pergamcntbriefc, Privilegien, Adelsdiplome, Fun-kerntitel und Stammbsume hervor; man ließ sich wieder rHochedelgeborne, Hochwürdigste, Hochwürdige, Gestrenge, AGnaden, Excellenzen, Eminenzen nennen; man führte Zen.