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Erröthet, ihr Berge, die ihr einst die Heldentage nn«serer DSter ladet! Wehklaget, ihr Thäler, in denen einstWahrheit, Unschuld, Treue und Eintracht wohnten! Hülledich in Trauer, geliebtes Land, ob der Schmach, die dirdeine entarteten Sühne bereitet! Wann wird er erscheinender Tag, der der Eidsgenoffenschaft wieder Ehre und Ein-tracht bringt? Zwar seine Morgenräthe schien uns zu er-glänzen , aber schon walten wieder giftige Nebeldünste ausden unglückseligen Sümpfen der Aristokratie empor! Drumwahret Euch, geliebte Eidsgenossen! Wie ein warnenderEngel stehe vor Euch das Wort eines Mannes, vor allenaus des Schweizernamens werth: „Nicht aus Deutschland ,nicht aus Welschland kommt der Feind, vor welchem dasSchweizerherz zittert. Der furchtbarste Widersacher derFreiheit und Unabhängigkeit wird aus unserer eigenen Mittehervortreten. Er wird ein Zeichen tragen, woran ihn einjeglicher kennt. Er ists, welcher das Ansehen seines Ortesdem ewigen Ruhm gemeinsamer Eidegenossenschaft, und seinenund seines Hauses vergänglichen Vortheil dem öffentlichenWohle voranstellt. Er ists, welcher vor dem Schwert ander Hüfte des freien Volks, aber nicht vor Schmeichelwortund Gabe der Könige und ihrer Gesandten erschrickt. Erists, welcher predigt: Gebietet den Tagblättcrn Schweigenund den Lehrern bei Jugend Stille; leget euer Geld anZinsen und verschwendet es nicht für Waffen und Heerwe-sen; verschliesset die Rathestuben und lasset das Volk nichthören, was wir treiben: so mögen wir wieder Meister seinund die Knechte werden uns dienen! Er ists, welcher Miß-trauen zwischen Stadt und Land, Glaubensgroll zwischenKatholischen nnd Reformirten, Sperren zwischen Kantonenund Kantonen pflanzt, und jene Erschlaffung durch Eigen-nutz, jene Familicnherrschsucht, jenen Gcschlechterstolz, alljenes zwieträchtiqe Verderben noch einmal zurückruft, wo-durch die alte Eidsgenossenschafl einst blutig verschwand. —Ader wir haben gelernt: Recht und Gerechtigkeit ist gewal-tiger, denn alle Gewalt, und jedes Hauses Glückseligkeit