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Habsucht und Ehrgeiz wieder sei» willkürliches Spiel und ungerüstetfände die Stunde der Noth unser Volk, dem nur ein zur zweitenNatur gesteigerter Freisinn die Kraft giebt, über innere und äussereFeinde zu siegen. Allerdings haben wir Menschen genug, die an diesebaldige Erschlaffung des Volkes glauben, und darauf ihre selbstsüchtigenPlane bauen, und es bedarf keines scharfen Auges, um das Opiumzu erblicken, mit dem sie den alten Schlaf herbeizuführen sich bemühen.
Thörichtes Beginnen! Kein Zauberer beschwört die alte Nacht mehrherauf. Die Oessentlichkeit mit ihrer hellen Fackel und die Preßfreiheitmit ihrem flammenden Schwerte wachen über dem Heiligthum derFreiheit, wie die Engel Gottes über dem Paradiese. Ihnen habensich noch andere schützende Geister beigesellt — ich rede von den politischenVereinen unsers Vaterlandes.
Jene finstere Politik, die so gerne trennt, um zu herrschen, hatauch diese Verbindungen in ihrem ersten Entstehen schon reichlich mitdem Gifte der Verläumdung übergössen. Allein diesen Tadel, dessentrübe Quelle nur zu bekannt ist, mögen wir verschmerzen und unsmit dem schönen Worte unsers Müllers trösten, der da sagt: »Dieunschuldigsten, edelsten und segensreichsten Verbindungen sind die,welche geschlossen werden zur Erhaltung der Freiheit und Selbständig-keit der Völker.« Mögen diese Menschen, die seit dreißig Jahren wieWetterfahnen nach dem herrschenden Winde sich drehten, gleichviel,ob er aus Norden oder aus Westen blies, mögen sie uns nach sichselbst beurtheilen, mögen sie auch hier fremden Einfluß wittern: armeMenschen! Der Geist, der diese Vereine schuf, ist gewiß einheimisch ^im Lande der Alpen . Es ist ja der Geist unserer Väter, Liebe zurFreiheit, Liebe zum Vaterlande heißt sein schöner Name. Davonist unser Herz voll und wessen das Herz voll ist, dessen übergeht derMund. Vorn Vaterlande, von der Schweiz zu sprechen, dieser gemein-samen Mutter unser Aller, von der Freiheit zu reden, diesem Lebeus-'elemcnte jedes wahren Schweizers; unsre Ansichten und Wünsche fürdas allgemeine Beste auszutauschen, Hoffnung und Furcht des innerstenHerzcns auszugießen in den trauten Schooß gleichgesinnter Freunde —das ist's, was uns zusammenführt, was diese friedlichen Kreise stiftete,