o
berühren wir die Achillesverse der Berbandsvereine, wenig-stens der Männerchöre der Gruppe A. Man sage uns janicht, der thurgauüche Dialekt stelle der Bildung einer reinenAussprache nnübersteigliche Hindernisse entgegen. Warumsind denn die meisten Töchter- und Gemischten-Chöre or-dentlich, die Mehrzahl der Männerchöre der Gruppe 6völlig über diesen Stein des Anstoßes hinweggekommen?Sie ließen sichs eben nicht verdrießen, immer und immerwieder die Feile anzusetzen, bis die Unebenheiten abge-schliffen waren. Gehet hin und tuet desgleichen und ihrwerdet auch aus diesem schwer zu bebauenden Boden Früchteernten ähnlich denjenigen, die ihr seit dem letzten Feste ausdem Felde der harmonischen Reinheit eingeheimst habt. Richtein einzigesmal wurde uns in Kreuzlingen eine jener durchihre Unreinheit so unerquicklichen Produktionen, geboten,die uns in Weinfelden das Leben sauer gemacht hatten,und da die harmonische Reinheit mehr als alles andereauch den Gesamteindruck beeinflußt, so konnte es nichtsehlen, daß das Durchschnittsergebnis ein ungleich günstigereswerden mußte. Bom Standpunkte der harmonischen Rein-heit wie auch von dem einer gesunden Auffassung aus kön-nen wir also 83N8 pür38e von einem entschiedenen Fort-schritt im gesanglichen Leben des Kantons Thurgau reden.Nach einer Richtung ist freilich ein Rückschritt gemachtworden: Die Zahl der Tochter- und gemischten Chöre istvon 12 aus ö zurückgegangen! Wir müssen die-? auis leb-baireste bedauern, ohne uns über die Gründe dieser sonder-baren Erscheinung hinreichend Rechenschasr geben zu können.Spielte vielleicht Hiebei die Angst vor den leidigen Punkt-zahlen und der Rangordnung eine gewisse Rolle? Fastmöchte man es glauben, haben doch am letzten «organischenKanronalgesangfest in Zofingen , wo man zum erstenmaldas Prinzip der Beurteilung ohne Rangordnung durch-führte, trotz der weniger zentralen Lage. des Festortes drei-mal soviel Vereine teilgenommen als am vorletzten in Badenund ist dabei speziell die Zahl der Töchter- und gemischtenChöre von 2 auf 8 gestiegen. Wir haben uns bereits imWeinfelder Festberichte über die Nachteile des herkömm-