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Schweizerbart und Treuherz / von Thomas Bornhauser
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20
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so

was einmal zur Schweiz gehört, davon soll nichts abge-treten werden, auch nicht eine Hand breit.

Schulmeister. Was sagt aber der König von Preußendazu? Würde der nicht das Fürstenthum für eine gewisseGeldsumme abtreten? Er soll ja, soviel ich höre, vonNeuenburg geringen Nuzm ziehen.

Treuherz. Die Sache ist nicht leicht zu beantworten.Die Aristokraten wollen nm jeden Preis von der Eidge­ nossenschaft sich trennen; der größere Theil der Bevölkerungaber klammert sich ängstlich an den Bund an und derKönig scheint sich bald zur einen, bald znr andern Ansichthinzuneigen.

Stadtrath. Wenn aber das ist, so kann ich nichtbegreifen, wie Männer, die sonst immer vom Volkswillensprechen, noch einen Augenblik von Trennung reden können.Das Volk Neuenburgs , größtenteils schweizerisch gesinnt,will bei der Schweiz bleiben. Warum? Weil es ohneRettung verloren, ganz den dortigen Großen preis gegebenist, sobald ihr es aus dem Bunde stoßet.

Schweizerbart. Zum Kukuk! wir wollen das Neuen-burger Volk nicht verstoßen, ich will tausendmal lieber, das-selbe werde ganz schweizerisch. Nur kann ich die verdamm-ten Fledermäuse nicht leiden, die nicht wissen, ob sieSchweizer oder Preußen, Republikaner oder Unterthanen sind.

Treu herz. Die Aristokratenparthei Neuenburgs hatsich bereits an den König und an die Kantone gewendet fürLostrennung vom Bunde; die Volksparthei hat Schritte ge-than in entgegcngeseztem Sinne. Nur die Eidgenossenschaft that nichts, als daß sie durch Waffengewalt die bestehendeOrdnung in Neuenburg schüzte. Wie wäre es, wenn sienun ihr Vermittleramt, das sie mit Recht ansprechen kann,ausübte und auf dem Wege der Unterhandlungen vom Kö-nige gänzliche Freilassung Neuenburgs zu bewirken suchte?'Haben wir für die Freilassung unsrer Miteidgenossen so vielgethan, als die Neuenburgcr - Aristokraten für ihre Los-