IV
Auge, wenn er wahrnahm, dass dieselben ihn verstan-den und ihm Vertrauen entgegenbrachten. Huber warLehrer in des Wortes edelster Bedeutung. Die Schulewar sein Lebenszweck und seine Lebensaufgabe; ihrwidmete er sein Sinnen und Denken. Wenn er deshalbfür anderweitige Bestrebungen, z. B. Anschluss an Ver-eine, w'enig Zeit fand, so waren es immerhin zwei ört-liche Veranstaltungen, die seine Mitarbeit in Anspruchnahmen: die öffentliche Bibliothek und die GesellschaftLiteraria in Bischofszell . Die Gründung und die muster-gültige Organisation der ersteren war Hubers Werk.Ebenso war ihm die Literaria, deren Präsidium er nachdem Tode des Hrn. Pfarrer Zündel einige Zeit inne-hatte, ans Herz gewachsen. Wenn ein Referat Hubersangekündigt wurde, sei es historischer oder literari-scher oder pädagogischer Art, so war man eines hohenGenusses sicher. Seine Spezialität waren die ortsge-schichtlichen Darbietungen, die jeweils auf gründlichemQuellenstudium in den alten Archiven Bischofszells undbesonders auch in den Diethelmschen Memorabilien be-ruhten. Auch in den Diskussionen waren seine wohlabgewogenen und in ruhig klarer, schöner Form ab-gegebenen Voten eindrucksvoll und massgebend. Beidiesem Anlass darf auch erwähnt werden, dass Huberin den Lehrerkonferenzen, Spezial-, Bezirks- und Se-kundarlehrerkonferenz, eine sehr angesehene Persön-lichkeit war. In allen diesen Vereinigungen war ihmwechselsweise das Präsidium übertragen worden. SeineLeitung war eine musterhafte und seine Eröffnungsan-sprachen fanden durch Formvollendung und tiefen In-halt ungeteilte Anerkennung.