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höher steigenden Preis, vor dem Geld den Vorzug ha-ben mußten, sogleich zum behuf der ärmeren Klaßeein Quantum Habermehl anzukaufen; weil wir aberfrüher bey der Haber-Austheilung die unangenehmeErfahrung gemacht hatten, daß mehrere unserer Mit-bürger — u. unter denselben vorzüglich aus der An-zahl der Petitionairs — den Haber verkauft u. dasGeld zu anderen minder wichtigen oder gar verderb-lichen Zweien verbraucht hatten u. ihre Familien da-von wenigen Vortheil gezogen, — so hielten wir esden Umständen angemeßen, dieses Habermehl in klei-neren Quantitäten wöchentlich auszutheilen, damitweniger Mißbrauch statt finden könne u. dieß betref-niß sicherer für der Empfänger Haußhaltungen ver-braucht werde. — Wir verordneten demnach, daß biszur Aerndezeit auf jeden Kopf (u. nicht Haußhaltungwie in der Klagschrift nicht undeütlich bemerkt werden. will) auf jeden Kopf wöchentlich der unbemittelterenFamilien, welche wir aus dem Bürger-Register aus-schieden, ein Mßle. Muß um den geringen Preis von12 kr. ausgetheilt werden solle, so daß eine, Hauß-haltung von 8 Köpfen, über 6 Jahr alt (unter diesemAlter werden 2 für 1 Mßle. gerechnet) wöchentlich ^Vrtl. um 1 fl. 36 kr. erhält, während jetzt das Vrtl.fl. 10.— b. 11.— kostet. Wir glaubten nemlich verpflichtetzu seyn, unseren Mitbürgeren aus den Armen-Gütternbey gegenwärtigen Zeitumständen möglichst unter dieArme zu greifen, u. wen das Spittalamt auch hier-durch einen Verlust von ca. fl. 6—700.— erleide u.dieses Jahr in Hinterschlag gerathe, dennoch dieseAufopferungen machen zu müßen.
Wir laßen es nun darauf ankommen, ob einer der Peti-tionairs die freche Stirne habe, die eine oder andere diesermanigfaltigen u. erkleklichen Unterstüzungs-Arten abzuleüg-nen u. ob nicht jeder Unpartheyische dieselben groß u. ge-nügend finden müße.
Zu unserem großen Verdruß vernahmen wir aber, daßwenn auch einiche der in der ersten Petition unterschriebenenBürger diese Anordnungen mit Dank annahmen — von an-deren jedoch — gleich nach ihrer Bekanntmachung, zusamen-künfte gehalten wurden, u. würklich erhielt unser Presidiumam folgenden Tag eine Deputation, welche aufschub der Muß-vertheilung und zusammenberusung der Bürgerschaft ver-langte, wobey es sich dan zeigen werde, auf welche WeiseUnterstützung statt finden solle? Diesem Ausschuß der Peti-