Heiligen Graͤfin Ota. 151
Ins Cloſter mit jhn auß der hůtt.
Da jhr alsbald bereitet warEin eygne gell: darinn ſie zwar/Als jhr das alter nahnet ſehr/Gott dienet deſto fleiſſiger.In faſten/ keuſchheit/ nüchterkeitSie jhren zarten Leib caſteit.Mit wachen ſie offt manche nachtIn ernſtlichem Gebet vollbracht.Der zeit acht ſie mit ſonderm fleiß/Daß jhr an Gottes lob vnd preiß/Vnnuͤtz kein augenblick verſtoß.Viel heiſſer Zaͤher ſie vergoßAuß Chriſti innbruͤnſtiger lieb.Gedult hett ſie in ſtaͤter uͤb.Demut der allerſchoͤnſten TugendBefliß ſie ſich von jhrer jugend.Freywillig laßt ſie Gelt vnd Gut/Volgt Chriſto nach in der Armut.Ward alſo recht zu nennen wol/Ein Mutter aller Tugend voll.Mit der ſie maͤnniglich vorab/Ein lebendig Exempel gab.
Drumb
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