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doch jeweilen von der Bundesbehörde, welche über die Aufrccht-haltung des Friedens zwischen den Konfessionen zu wachen hat,unter Zustimmung der überwiegenden Mehrheit unseres Volkesdagegen eingeschritten und wir denken und erwarten, dies werdeauch in der Zukunft geschehen. Hüte man sich aber, durch zuweit gehende oder gar schroffe Vorschriften auf dem Gebiete desUnterrichtswesens die konfessionellen Gegensätze zu verschärfenund dadurch einem Kulturkämpfe zu rufen, der nur nachtheiligeFolgen für unser Vaterland nach sich ziehen könnte. Vergesseman nicht, daß der konfessionelle Hader die fortschrittlichen Be-strebungen auf allen anderen Gebieten des öffentlichen Lebenslahm zu legen Pflegt und lasse man sich durch das Beispiel einesunserer Nachbarländer warnen, in welchem die Staatsgewaltstärker ist als irgend anderswo und dem der Kulturkampf gleich-wohl weder Lorbeeren noch ersprießliche Früchte gebracht hat!"
Ebenso sagt Herr Droz in seiner durch Gerechtigkeitssinn,staatsmännische Klugheit und Mäßigung ausgezeichneten Redevom 11. Oktober: (gegenüber der Perspektive, daß ein Bundes-gesetz das Schulwesen reglementiren und zentralisiren, daß esunsern Privatunterricht nach Art der französischen Schulen deszweiten Kaiserreiches organisiren könnte, von welchem man sagte,daß der Minister des öffentlichen Unterrichtes nur auf einenKnopf zu drücken brauche, damit in allen 36,000 französischenGemeinden der gleiche Aufsatz diktirt, das nämliche Rechnungs-exempel gelöst werde) „ich halte die Einführung eines solchenGesetzes in die Schweiz für unmöglich, sogar der Gedanke anein solches ist gehässig. Unser Volk würde eine so weitgetriebene Zentralisation nicht dulden und mit Recht.", . . . (betreffend den weltlichen Charakter der Schule): . . .
„Ich komme nun zu der delikatesten Frage, der brennend-