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angesehen und behandelt werden. Zum großen Schaden der Wasser-bedürftigen wird diesen Arbeiten, selbst von Brunnentechnikern, zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Fassung der Quellen wird gewöhn-lich einem Arbeiter in Accord gegeben, welcher es dann mit der Aus-führung nicht so genau nimmt; es ist eben eine schmutzige beschwer-liche Arbeit, besonders wenn er dafür, was manchmal der Fall, nichteinmal angemessen entschädigt wird. Es sind uns jedoch auch Fälle be-kannt, wo die Enschädigung nichts zu wünschen übrig ließ und die Arbeitoennoch sehr schlecht ausgeführt wurde, so daß in einem Fall die Quellen-fassung, bei mindestens 20,000 Fr. Gesammtkosten der Anlage, nach Ver-fluß von 8 Jahren zum größten Theil nicht mehr wirkt, und auch dasWasser während dieser Zeit immer unangenehmer zum Trinken war;während an einem anderen Orte bei mindestens 70,000 Fr. Anlagecapitaldas Wasser in Folge zu hoher oder sonstiger mangelhafter Fassung nachjedem Regen trüb läuft und im Sommer warm wird. Zu diesem letztenUebelstand tragen denn auch die zu wenig tiefen Brunnenleitungen wesent-lich bei. Wo es sich nicht um sehr große, aus einer Gesteinsspalte oderaus einer Kiesschicht entspringende Quellen handelt, verdient die Quellen-fassung durch Drainröhren überall den Vorzug. Nicht blos wegen dergrößeren Reinheit des Wassers, indem dasselbe nur tropfenweise durchdie Stoßfugen in die Röhren eindringen kann und daher auch keinemechanisch beigemengten erdigen Stoffe enthält, sondern auch deßwegen,weil das Tuffsteinwasser für die Leitungen vollkommen ungefährlich ist,resp. der Tuff beseitigt wird, sich kein Kesselstein ansetzt, und das Wasserauch zum Waschen sehr geeignet ist, ohne seine guten Eigenschaften alsTrinkwasser zu verlieren. Natürlich dürfen diese Drainröhrenleitungeunicht weiter gehen als nöthig, um das Wasser aufzunehmen und in einenahe Brunnenstube zu leiten, von wo es dann geschlossen weiter geführtwerden muß, indem sonst, bei Durchschneidung durchlassender Schichten,dasselbe wieder verloren geheir könnte.
Oft werden kleine Brunnenanlagen nur auf Grund vorhergegangenermündlicher Besprechung an Ort und Stelle ausgeführt. Solche Ausführungengeschehen jedesmal zum Nachtheil des Arbeitgebers; seien sie auch noch soklein, so sollte vor Anhandnahme der Erdarbeit die Strecke genaunivellirt werden. Bei größeren Anlagen ist die Aufnahme der Situationund ein Längenprofil nöthig. Auf diese Weise ist es dann möglich, dieTiefe der Quellfassung und der Leitung zum Voraus zu bestimmen undsämmtliche Arbeiten zu berechnen und zu veranschlagen. Dann weiß derAccordgeber, was er verlangen darf, und der Accordant, was er auszu-.