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nicht nur dadurch, daß wir ehrfurchtsvoll zu ihm. emporblickten, sondern daß wir uns in seiner Gegen-wart innerlich um Haupteslänge gewachsen glaubten;unser Bestes lockte er heraus, bildete, stärkte es, undalles Schlechte schwieg.
Nur höchst selten ereignete es sich, daß ein Schülerin seiner Gegenwart eine grobe Ungehörigkeit beging.Das Gute, Währe, Edle machte er selbstverständlich:das, glaube ich, war das Geheimnis seiner Lehrkünst.Geschah es aber doch einmal, daß ein Knabe währendseines Unterrichts eine Bosheit sich zu schulden kommenließ, so war er rasch bereit, zu zeigen, daß es Augen-blicke gibt, wo Strenge den besten Absichten mehrNutzen bringen kann als lauter Güte; an einer ein-zigen derartigen Maßregelung war es dann abermeistens für eine ganze Schülergeneration genug.
Knnzler als Kirchenrat und Kapitelsdekan.
Um den ganzen Heimatkanton beziehungsweise dieevangelisch-reformierte Landeskirche hat sich Künzlerals Mitglied und Präsident des Kirchenrates undDekan die größten Verdienste erworben. In jeneKirchenbehvrde wurde er schon in: Jahr 1861 gewählt,gehörte ihr einundvierzig Jahre an und stand ihr alsPräsident seit 1870, also zweiunddreißig Jahre vor.Siebenundzwanzig Jahre war er Dekan, d. h. Präsidentdes Geistlichkeitskapitels, zwei Jahre desjenigen vonSteckborn und fünfundzwanzig Jahre des hernach ent-standenen Kapitels Seetal. Wohl die meisten gegen-