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roten Wangen obligatorisch und die Uhrketten, Ohr- undFingerringe sich in Form von goldigen Klümpchen rechtoberflächlich breit machten, so war man für Portraits,außer Oelmalerei, auf gute Kreidezeichnungen oderschwarze Schattenbilder (Silhouetten) angewiesen.
Wenn Hauptmusterung auf den Schaarenwiesenabgehalten wurde und den Soldaten der Einquartierungdas Mittagessen dorthin gebracht werden mußte, da warkein Korb zu schwer und kein Weg zu weit, um dieErlaubnis zu erwirken, mithelfen und mitgehen zu dür-fen, denn Klein und Groß war voller Vaterlandsfreudein solchen Tagen.
„Ich hatt' einen Kameraden" oder das Sempacher-lieü ertönte aus allen Ecken und wenn im Uebermuteunsere einzige, bekanntlich sehr reinliche Pastetenbäckerin auStelle Winkelrieds:
Wir singen heut ein heilig LiedEs gilt der braven Jungfer Schmid.
gefeiert wurde, so war das schließlich kein Staatsverbre-chen, denn sie backte uns die herrlichsten Schulfestküchli.
Auch während der Zeit, da die Hessen an der ba-dischen Grenze waren, hielt unser Militär die Schweizer-grenze besetzt und war im Städtchen einquartiert. Dochüber Grund und Verlauf dieses Hessenzuges erzähltbesser die Geschichte.
So. Wer nun der Ansicht ist, es sei manchesvergessen geblieben, darf ruhig annehmen, das sei ihmzuliebe geschehen, damit man am heimischen Herde denFaden weiter spinne, als gutes Mittel, die Jugend vonKlatschsucht rein zu erhalten.