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Nach Durchsicht der eingegangenen Antworten ergabsich überdies noch die erfreuliche Tatsache, daß heute einsehr günstiger Zeitpunkt ist, die Obstsorten im Thurgau zu-sammenzustellen. Es hat sich seit einigen Jahrzehnten eineWandlung vorbereitet in dem Bestände unserer Obstsorten,veranlaßt, teils durch das Abgehen alter, vielverbreiteterSorten, teils durch das Auftauchen neuer Sorten. Dem Obst-bau ist durch die zahlreichen Obstbaukurse, veranstaltet durchden thurgauischen landwirtschaftlichen Hauptverein und Lokal-vereine, eine vermehrte Beachtung zu teil geworden.
Besonders günstigen Einfluß auf die Verbesserung derObstsorten hatte das Vorgehen des schweizerischen Obst-und Weinbauvereins, durch unentgeltliche Abgabe von Edel-reisern wertvollere, mit Sorgfalt ausgewählte, neuere Sorteneinzuführen, doppelt anerkennenswert in einer Zeit, wo somanche Perle unter unsern Obstsorten am Verschwinden ist.
Vor einem Dritteljahrhundert, als ich aus St. FridolinsLand ins schöne Thurgau übersiedelte, hörte ich von einemdort angesessenen, liebenswürdigen thurgauischen Doktor dasgeflügelte Wort: „’s ist gar nichts in der Welt passiert, dasnicht ein Thurgauer kritisiert.“ Nun wird es niemand auf-fällig finden, wenn ich von dieser thurgauischen Eigenartauch etw as angenommen in dieser langen Reihe von Jahren.
F. Schivyzer-Reber.